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Montag, 4. Mai 2026

die schüchternen Asseln

Seit Januar 2026 wohnt bei mir die zweite Assel-WG. Nicht irgendeine Art, sondern die schönen Rubber Duckies ! Klingt wie ein Badezimmerschwimmspielzeug, sieht aber deutlich edler aus. 

Eigentlich perfekte Voraussetzungen: cooler Name, hübsches Tier. Wäre da nicht dieses winzige Detail -  Rubber Duckies sind ultra schüchtern. Während die Pandas 24/7 Showtime haben, konnte ich die Duckies wochenlang überhaupt nicht sehen und fing schon an zu glauben, dass sie das Zeitliche gesegnet hätten, bis ich ihr Domizil mal ausräumte. Und siehe da: plötzlich eine ganze Asselversammlung, inklusive Nachwuchs. Die haben einfach beschlossen, mich kollektiv zu ignorieren 😒.

Hier gilt nun die klare Ansage:  Sichtung einer Rubber Ducky ist ein Ereignis mit Seltenheitswert. Dieses Ereignis habe ich nur drei Mal in den vergangenen vier Monaten erleben dürfen. Und dann, letztes Wochenende, tatsächlich wieder eine an der Scheibe – fast schon dreist öffentlich.

 

 

Ereignis mit Seltenheitswert

 

Ich natürlich im Reflex die Kamera geschnappt, draufgehalten, Beweisfotos für Euch gesichert … und zack – weg war sie wieder. Zurück im Dickicht meiner Baumrindenstücke. O.k. ich gebe zu, nicht das schönste Foto, aber immerhin ein Foto 😄.

Fazit: wunderschöne Tiere meine Rubber Duckies. Aber wenn man sie sehen will, braucht man Geduld, Glück – oder eben Abrissarbeiten. 


Frank 

 



 

Samstag, 14. Februar 2026

neues Antimilben Mittel

Frösche sind hinsichtlich ihrer Ernährung absolut kompromisslos: es kommt ausschließlich Lebendfutter auf den Tisch. Punkt.

Das - und nur das macht die Haltung von Fröschen aufwändig. Mein Hauptfutter für die Hüpfer sind Drosophilas, flugunfähige Fruchtfliegen. Ihre Bereitstellung erfordert einigen Aufwand. Klar, man könnte ein Abonement abschließen und sich regelmäßig Fliegen frei Haus liefern lassen. Ich bevorzuge jedoch die Zucht der Futtertiere.

Das ist eigentlich kein Hexenwerk: selbstgemachter Fliegenbrei, Einmachgläser und Holzwolle und schon steht das Drosophila-Startup, wenn es da nicht dieses Problem mit den Milben gäbe. 

 

Drosophila Zucht im Zoozimmer

 

Denn ein Milbenbefall kann einen Zuchtansatz binnen kürzester Zeit zerstören. Um das zu verhindern und die Ausbreitung der Milben einzudämmen habe ich in den vergangen Jahren schon einiges probiert. Mit mehr oder weniger Erfolg. Oder mit null Erfolg 😕. 

Nun konnte ich leider auf mein bewährtes Milbenspray (Superform Insekten-EX von der Firma Wilke), mit dem ich in den vergangenen Jahren die Zuchtgläser eingesprüht hatte, nicht mehr nutzen, die Produktion wurde wegen einer Novelle der Biozidverordnung vom Hersteller eingestellt .... grmpf ! 

Das neue Milbenspray, das ich ausprobiert habe ... nun ja, sagen wir es diplomatisch: die Milben waren wenig beeindruckt 😕.

Deshalb bin ich auf Kieselgur umgestiegen und habe alle Zuchtgläser in Blumenuntersetzer, die großzügig mit diesem superfeinen Pulver gefüllt wurden, gestellt. 


Einsatz von Kieselgur im Blumenuntersetzer 

 

Und siehe da, es funktioniert gut. Milben, die sich mutig aus dem Glas wagen, um das Nachbarglas zu überfallen, erleben im Kieselgur ihr persönliches Waterloo. Um die Gläser bilden sich dunkle Streifen mit verendeten Milben, die anzeigen, dass Kieselgur eine Bio-Barriere mit Endgegner-Qualitäten ist. Das Pulver schädigt nämlich ihr Exoskelett auf ganz natürliche Weise. Keine Chemiekeule, sondern fein gemahlene Erde, wie sie auch im Gartenbau verwendet wird ... oder eben jetzt bei mir in der Zucht von Drosophilas 😉.

 

dunkle Streifen im hellen Kieselgut - die Bio-Barriere

 

Wesentlich einfacher gestaltet sich da die Ernährung sonstiger Bewohner im Zoozimmer. Die Asseln werden mit Holzstückchen verwöhnt, die mit Flechten und Moosen überzogen sind – Feinschmecker eben. 

 

Feinschmecker

 

Und die neuen Garnelen bekommen ab und an mal einen Garnelensticks von Dennerle ... auf dass sie sich lustig weiter vermehren 😀.

 

Garnelen an Stick

 

Dazu dudelt aktuell Papaoutai. Für die Stimmung im Zoozimmer ist das Gold wert, auch wenn das Lied selbst einen ziemlich ernsten HIntergrund hat.

Gruß 

Frank 

 

 

 

 

  


Sonntag, 8. Februar 2026

Garneleninvasion

Aus dem schnellsten Nachwuchs überhaupt wurde die größte Invasion ever !

Hatte ich vergangene Woche noch stolz von sechs Minigarnelen berichtet, habe ich heute bei 50 aufgehört zu zählen. Bei fünfzig ! Und mehrere der Alttiere tragen erneut Eierpakete spazieren während die Jungtiere wachsen, als wäre serienmäßig ein Turbolader bei ihnen verbaut. Die Lupe vom vergangenen Wochenende konnte ich wieder einmotten.

HILFE !

Glaubt ihr nicht ? Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Becken: 

 

Invasion

 

Ich sehe mich also gezwungen, bei weiterem Nachwuchs die Garnelen auf zusätzliche Becken zu verteilen. Und irgendwann – ganz irgendwann – werden ins Iwagumi auch noch Fische einziehen. Spätestens dann dürfte diese garnelige Landnahme durch den Nachwuchs ein Ende finden.

Victory 😁. 

Frank 

 

 

Samstag, 31. Januar 2026

der schnellste Nachwuchs überhaupt !

Hat man so was schon gesehen ! Erst letzten Freitag hatte ich für das Iwagumi ein Dutzend quietschroter Neocaridina heteropoda erworben

Offiziell zur Algenprophylaxe. Inoffiziell offenbar aber auch zur Familienplanung.

 

unter der Lupe

 

Denn heute habe ich den ersten Nachwuchs dieser Garnelen endeckt ! Fuzzy kleine Mini Garnelen turnen mittlerweile durch das Iwagumi ... ich habe mehr als sechs auf einmal gezählt, gehe aber davon aus, dass es noch einige mehr sind. Sie sind so mini, dass man sie kaum erkennen kann. Trotzdem ist es mir mit Hilfe der Aquarienlupe und viel Geduld gelungen ein paar Beweisaufnahmen zu machen. 

 

 

Fuzzy klein


am Stein

 

Tolle Sache ! 

Und auch das Micranthemum tweediei hat endlich den Fuß von der Bremse genommen und beginnt sich langsam auszubreiten 😁.  

Wachstum! Nachwuchs! Doppelte Feierlaune also im Zoozimmer. 

Und weil hier jetzt Party angesagt ist, untermalen wir das Ganze mit einem meiner absoluten Lieblingslieder: the worst best thing von NorthSide

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen !

Frank 

Samstag, 24. Januar 2026

Iwagumi in der dritten Woche

Ich hätte ja gern geschrieben, dass hier alles wächst und gedeiht. Aber wenn ich ehrlich bin: Das Iwagumi will einfach nicht so richtig zünden. Vom Micranthemum tweediei hätte ich mir gewünscht, dass es mehr Gas gibt. Aktuell zeigt es Standgas, auch wenn Licht und CO² meiner Meinung nach passen. 

 

Standgas

Eventuell war es doch keine Glanzidee, auf den Zoobox-Mitarbeiter zu hören und RootMax von MasterLine statt klassischem Soil zu nehmen. Micranthemum tweediei ist nämlich nicht gerade die pflegeleichteste Wasserpflanze - was mir beim Kauf aber durchaus bewusst gewesen war. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu ungeduldig. Wir beobachten das also mal weiter.

 

Gesamtansicht Iwagumi

 

Einen echten Volltreffer habe ich dafür mit der inzwischen eingezogenen Cleaning Crew gelandet. Ein gutes Dutzend quietschroter Neocaridina heteropoda räumt zuverlässig auf, arbeitet fleißig und sieht dabei auch noch umwerfend gut aus. 


Neocaridina heteropoda 1


Neocaridina heteropoda 2

Fische sind ins Iwagumi noch keine eingezogen. Hier suche ich einen Schwarm Pseudomugil gertrudae Aru IV ... aber wir haben Zeit - ist ja nicht so, als ob es im Zoozimmer nicht genug andere Fische zu bestaunen gäbe 😃.

Gruß

Frank  

  

  

Montag, 22. Dezember 2025

die Zeit am Jahresende

Die Zeit am Jahresende ist eine gefährliche Zeit. In der Firma herrscht Betriebsruhe, man sitzt wetterbedingt zu viel vor dem Bildschirm – und stolpert früher oder später über Dinge, die Ideen auslösen. So im vergangenen Jahr und so auch in diesem Jahr.

Was hab ich entdeckt ? 

Tropische Asseln. Arten wie Cubaris sp. "Jupiter" oder Ardentiella (Merulanella) sp. "Tricolor".

Megacool, was in dieser Tiergruppe steckt: Farben, Muster und Formen, die man mit „Assel“ eigentlich nicht verbindet. Das hat nichts mehr mit grauen Kellerbewohnern zu tun, das ist ernstzunehmende Ästhetik.

Asseln sind nun kein Neuland für mich. Seit Monaten lebt eine Gruppe Panda-Asseln direkt neben mir auf dem Schreibtisch. Sie sitzen in einem Miniterrarium, das ursprünglich eine schlichte, längliche Blumenvase war. Kein High-End-Setup, kein Technik-Zirkus und trotzdem vermehren sie sich zuverlässig und wirken sichtbar stabil. Genau das macht den Reiz aus: Diese Tiere brauchen kein großes Equipment, sondern funktionierende Grundlagen.

 

Asselhaltung auf dem Schreibtisch

 

Und als ich die Bilder der hübschen Tiere so anschaue fällt mir ein, dass auf unserem Speicher noch eine zweite, baugliche Blumenvase rumliegt, die man doch ganz einfach in ein zweites, baugleiches Miniterrarium für eine weitere Asselart umbauen könnte ... 😏.

Nun steht es neben mir - das zweite (noch leere) Asselterrarium. Sein Aufbau ist ebenso unspektakulär wie bei Asselterrarium Nummer eins und genau deshalb überzeugend. Rindenstücke, Laub und teilweise zersetztes Holz aus dem Wald, etwas Lavagrus als Bodengrund zur Feuchtigkeitsregulierung. Beleuchtet wird das Ganze schlicht mit derselben Lampe wie das erste Becken.

Mehr braucht es nicht.

 

Asselterrarien

Welche Art dort einzieht, ist noch offen. Sicher ist nur eins: Wer sich einmal ernsthaft mit Asseln beschäftigt, merkt schnell, wie unterschätzt diese Tiere sind. Und wie viel Faszination in ihnen steckt.

Gruß 

Frank 

Donnerstag, 19. Juni 2025

Pandas

Und dann war da noch die Frage nach dem Inhalt des Glases ... ich mach es kurz: im Zoozimmer leben seit ein paar Wochen Pandas. Etwas über 30 Stück. 

 

Pandaasseln

 

Nein, ich habe nicht spontan den Jackpot geknackt und kuschelige Bambusbären angeschafft, was ja auch gar nicht möglich wäre, denn Pandabären kann man nicht erwerben. Sie werden im Rahmen der sog. Pandadiplomatie nur verliehen - von der Volksrepublik China höchstselbst ! Ein spannendes Thema. Dazu empfehle ich allen Interessierten den Podcast "Mehr als nur ein Bär: Welche Rolle spielen Pandas in Chinas Diplomatie?"

Also keine Pandabären, dafür aber Pandaasseln (Porcellio laevis). 

Genau. Panda. Asseln. Die sind voll niedlich, wie sie da in ihrem Miniaquarium, das noch auf dem Speicher lag, rumkrabbeln und mittlerweile sich auch schon vermehrt haben. Ihr Domizil habe ich mit Lavasteinchen und Walderde gefüllt, dazu kommen noch modrige Holzstückchen und – als Buffet – ab und an ein paar Pflanzenreste aus dem Greenhouse oder den Aquarien. 

 

Panda Domizil

Das Becken ist oben offen, doch keiner hat bisher den großen Ausbruch geschafft. Albert, treuer Wächter des Zoozimmers, hat nun eine neue Aufgabe: Pandaassel-Security.

 

Plüschbär Albert hat alles im Blick

 

In diesem Sinn wünsche ich Euch da draußen noch ein schönes, langes Wochenende. Wir hier im Saarland und Rheinland-Pfalz genießen dank Fronleichnam und einem geschickt gelegten Brückentag, sowie The Way vom Manchester Orchestra einen kleinen Kurzurlaub.

Gruß 

Frank 

Montag, 24. März 2025

Pianos geben den Ton an

Bis vor Kurzem spielte in meinem Brummer noch eine düstere Moll-Melodie: Eine besonders hartnäckige Sorte brauner Algen hatte das Becken übernommen und sich wie eine ungebetene Dissonanz über Pflanzen, Steine und Äste gelegt. Doch dann betraten die Pianos die Bühne – und was dann folgte, war ein Meisterwerk der Algenvernichtung!

Mit beeindruckender Virtuosität legten sie eine regelrechte Putz-Fuge hin. Binnen dreier Wochen waren die braunen Algen Vergangenheit. Seitdem bin ich ein richtiger Pianoschnecken Fan. 

 

 

Brummer

 

Diese kleinen Musiker der Unterwasserwelt sind nicht nur fleißige Solisten, sondern auch echte Improvisationstalente: Wenn sie mal aus der Höhe abstürzen, drehen sie sich kurzerhand selbst wieder auf den Fuß – ganz im Gegensatz zu meinen früheren Stahlhelmschnecken, die ohne fremde Hilfe nicht mehr auf ihre Füße kamen und verstarben.

 

 

Pianoschnecke

 

Und weil der Brummer nach dieser großen Reinigungs-Suite gleich noch ein optisches Upgrade verdient hatte, habe ich aus den Becken der First Lady noch ein paar Pflanzen „entwendet“. Natürlich nicht ohne eine angemessene Gegenleistung: Drei meiner Pianoschnecken-Nachzuchten wechselten als Dankeschön in ihre Becken – bereit, auch dort ein Klavierstück der Algenvernichtung aufzuführen.

Der Brummer gefällt mir jetzt übrigens richtig gut und das muss er auch, denn er steht direkt neben meinem Schreibtisch und ist damit mein tägliches Hauptkonzert !

Ich hoffe, ihr hört – äh, seht das genauso 😀


Gruß 

Frank





Samstag, 5. Februar 2022

Garnelen und Raubtiere

Heute hab ich mal meinen Bestand an Neocaridina davidi in der Farbform blue velvet deutlich verringert. Die Tiere haben sich seit dem Erwerb im vergangenen Jahr sensationell vermehrt und ihr Schreibtischnano stark bevölkert. Deshalb war es jetzt an der Zeit 75 Tiere abzugeben. Der Fang war ziemlich einfach, die Jungs und Mädels sind quasi von alleine in den Kescher geschwommen. 

 

Albert überwacht den Fang

 

Ich schätze, dass immer noch mehr als 30 Tiere vorhanden sind. Ihr Bestand ist also gesichert und meine kleinen blauen Juwelen dürfen wieder in die Vollen gehen, was Ihre Vermehrung angeht. 

 

eingedost

 

Auch die zweite Garnelenart Caridina parvidentata, die wir in Freiburg bei Unter Wasser erworben hatten und deren Bestand dann zwischen mir und der First Lady geteilt wurde, haben sich in beiden Haltungsbecken vermehrt, wenn auch nicht so stark wie die blue velvet. Aufgrund ihrer unscheinbaren Färbung sieht man die parvidentata jedoch kaum, denn sie sind bei dunklem Bodengrund und üppigem Pflanzenwuchs so gut wie nicht im Aquarium auszumachen.

Hier könnte der Statusbericht enden, aber wie das so ist, wenn man sich in einem Zoogeschäft aufhält, man nimmt was Neues mit. Diesmal was gefährliches 😉.

Raubschnecken. Genauer Clea helena.

Seit heute leben im Zoozimmer also erstmals drei Raubtiere aus dem Stamm der Weichtiere (Molluscen). Damit wurde zwar mit einem ehernen Grundsatz - keine gefährlichen Tiere im Zoozimmer zu halten - gebrochen aber keine Sorge, die Gefährlichkeit der neuen Bewohner ist ziemlich überschaubar. So erreichen meine Raubschnecken maximal drei Zentimeter Gehäuselänge und werden nur den im ein oder anderen Becken mittlerweile ziemlich häufig anzutreffenden Posthornschnecken gefährlich. Clea helena haben andere Schnecken nämlich zum Fressen gern. Und deshalb hab ich jetzt die drei zunächst im Schneckenbuntbarschbecken untergebracht ... dort müssten sie satt werden. Ihre Jagdmethoden sind dabei nicht zimperlich.Die Raubschnecke betäubt ihr Opfer zunächst mit einem Gift, das sie der Schnecke durch einen Rüssel injiziert und das ihr Opfer auflöst. Dann saugt sie es mit einem zweiten Rüssel aus. 

 

Clea helena
 

Eigentlich wäre das ja keine Kunst: anpiecksen, Gift injizieren und dann aufschlabbern ... ist ja nix besonderes 😉, aber - und das ist bemerkenswert an den Cleas - dabei dann auch noch gut auszusehen und ihren Namen helena vollkommen zu Recht zu tragen, das ist dann doch schon ziemlich hipp. 

Wie Ihr seht, haben die Neuen nämlich ein spiralig gestreiftes, turmförmigen Gehäuse, das sehr auffällig gerippt ist und richtig was hermacht. Es bleibt also schön, wird jedoch auch gefährlich im Zoozimmer - zumindest für die Posthornschnecken in den Aquarien. 

ich wünsche Euch noch ein schönes Wochenende 

Frank

 

 

 

Samstag, 23. Oktober 2021

Garnelen

Mit Garnelen ist das bei mir so eine Sache. Ich hatte im Verlauf der letzten 20 Jahre die ein oder andere Art gehalten. Meistens lebten die Tiere jedoch nicht jahrelang bei mir, ein paar Mal haben sie sich vermehrt, ich habe Nachzuchten verkauft und es ist auch einmal eine komplette Population von crystal red zusammengebrochen.Woran das damals gelegen hatte, ist mir nie klar geworden.

Garnelen im Aquarium sind interessante Zeitgenossen, so dass ich es mittlerweile wieder mit diesen interessanten Wirbellosen versuche und seit dem Fühjahr erfolgreich zwei Arten in den beiden Schreibtischnanobecken halte. Zum einen Neocaridina davidi in der Farbform blue velvet, zum anderen Caridina parvidentata.  

 

Boraras brigittae und Caridina parvidentata
 

Beide Arten schwimmen stressfrei mit ihrer fischigen Gesellschaft (Boraras Arten) umher und beide vermehren sich mittlerweile auch leidlich, die blue velvet schon so gut, dass ich überlege, wohin mit den zahlreichen Nachzuchten, da ich immer mehr trächtige Weibchen und Jungtiere auftauchen.

 

guckst Du!

Während die parvidentata ziemlich unspektaklär aussehen und im eher dunklen Nanobecken der Boraras brigittae kaum auffallen, schimmern die blue velvet wie kleine Saphire und sind damit DER  Hingucker in meinem zweiten Schreibtischnano mit den Boraras urophthalmoides

 

Neocaridina davidi blue velvet


 

schwimmender Saphir

Sehr praktisch an den Krabblern ist auch, dass sie keiner besonderen Pflege bedürfen, sondern sich an den Futterresten der Zwergbärblinge sowie diversen Algen erfreuen. So sollte das bei allen Arten sein  😀.

Gruß Frank 



Samstag, 25. Januar 2020

Anita & Leopoldinchen

Wie im letzten Update zum Aquarium der First Lady berichtet wohnt dort das erste Haustier, das einen Namen trägt: Hannelore, die Stahlhelmschnecke. Sie macht seit ihrem Einzug einen Top Job und fräst sich durch die aufkeimenden Algen, was das Zeug hält.

Tapfere, kleine Hannelore !

Trotz ihres vorbildlichen Einsatzes schafft sie es jedoch nicht, alle Algen wegzuputzen. Denn auch wenn sie die wohl unwiderstehlich  findet, kann sie ja nicht pausenlos futtern. Da ist die Schnecke eben ganz Mensch; ich finde Schokolade ebenfalls unwiderstehlich ... muss mich da aber auch maximal zurückhalten (zumindest versuche ich es).

Hannelore bekommt deshalb nun zwei Kameraden an die Seite gestellt, die sie beim Algenwegfuttern unterstützen sollen. Und weil hier nun eine Tradition begründet wurde, bekommen die beiden neuen Stahlhelmschnecken ebenfalls Namen: Anita und Leopoldinchen.


Anita & Leopoldinchen


Auf dem Bild sieht man die beiden noch beim Angleichen der Wasserwerte. Mittlerweile sitzen sie im neuen Becken und hauen rein.
Der Typ aus dem Zoozimmer wünscht den drei Schnecken Anita, Hannelore und Leopoldinchen dabei viel Erfolg !

Gruß Frank

Freitag, 20. Dezember 2019

endlich Urlaub ....

... und damit endlich mal Muse mich den Terrarien zu widmen, die doch alle ziemlich zugewuchert waren. Mittlerweile sind sie - bis auf das Elysium - wieder auf Vordermann gebracht und nach massiven Entkrautungen nett anzuschauen.

Als letztes muss nun noch das große Becken ran. Aber beim Elysium hab ich etwas Bammel, da mit der großen Frontscheibe auch die Gefahr größer ist, dass ein Frosch raushüpfen könnte. Mal schauen.

Im Bild zeigen möchte ich ein Projekt, das schon etliche Wochen fertiggestellt ist: das neue Layout im Krabbenbecken. Auch hier waren durch die vorhandene Tradescantia (Wasserhexenart) dreiviertel des Beckens zugewuchert, so das ich mich entschlossen habe, die Pflanze komplett rauszunehmen, den schon vorhandenen Aufbau an Torfstücken weiter zu ergänzen und Javamoos einzusetzen.


neues Layout bei den Krabben

Dazu gepackt habe ich noch zwei weitere Arten an Bodendeckern, deren Namen ich jedoch nicht kenne, die aber ganz passabel ausschauen. Und - die hatte ich ganz früher mal auch in einem Becken ... ein Usambaraveilchen. Passt zwar geografisch so gar nicht zu den Krabben aus Asien, gefällt mir aber trotzdem sehr gut. Leider sind diese Blumen sehr spritzwasserempfindlich und deshalb bin ich froh, dass der Einbau bei meiner ordentlich geklappt hat, denn sie trägt nun schon ein zweites Mal Blüten.
Wer genau hinschaut, erkennt am rechten Beckenrand noch eine Neoregelia schultesiana 'Hawaii' - die ist auf Warteposition für den Umzug ins Elysium.

Insgesamt wirkt das Becken nun wesentlich aufgeräumter und schöner. Leider zeigen sich die Bewohner trotzdem nicht öfters als vorher. Aber sie sind da, denn ab und an sehe ich mal eine, die aus einem Spalt zwischen Torfstück und Javamoss hervorlugt.

Frank

Sonntag, 2. September 2018

Neuigkeiten

Es gibt Neuigkeiten. Und da ich schon längere Zeit nichts mehr gepostet habe, weiß ich gar nicht wo ich damit anfangen soll. Vielleicht beginne ich mit dem, was immer mal wieder passiert: die Blümchen blühen. In zwei Terrarien in der Terrarienwand sind es die Bromelien - einmal eine Guzmanie und einmal eine etwas größere Art. Find ich toll, dass die sich über Jahre hinweg so gut halten und einmal im Jahr ihre Farbenpracht zeigen. Auch Orchideen im Elysium kann man derzeit blühend erleben.


große Bromelienblüte


Orchideenblüte


Dann gibt Nachwuchs: bei den Kardinalfischen, den Pumis und den Hyphessobrycon amapaensis - von den beiden zuletzt genannten Arten hatte ich neulich schon mal Bilder eingestellt. Die Kardinäle sind in der Vergangenheit schon mehrfach zur Vermehrung geschritten.

Für den Pott habe ich einen automatischen Dosierer erworben. Genauer gesagt einen DP-3 von Jebao/Jecod. Diese chinesischen Fabrikate sind noch bezahlbar und sollen zuverlässig arbeiten. Ich gebe damit täglich den schon länger verwendeten Volldünger Profito, sowie NPK Dünger in den Pott. Bis jetzt lässt sich das gut an. 

Und dann sind wir im Zoozimmer auf die Schnecken gekommen. Ich habe nämlich im Internet gelesen, dass insbesondere die Stahlhelmschnecke Neritina pulligera sehr effektiv im Algen verputzen sein soll. Ist sie auch. Und wie ! Seit ich 15 Exemplare in den Pott gesetzt habe, ist Scheibenputzen dort Geschichte. Mittlerweile habe ich deshalb in diversen anderen Becken ebenfalls diese Schnecken einquartiert. Schade, dass man sie nicht auch vermehren kann.


Neritina pulligera

Aber nicht nur lebende, sondern auch tote Schnecken sind eingezogen. Genau. Denn ich habe das Projekt Ostafrikabecken vorangetrieben und leere 20 Neothauma Schneckenhäuschen in Brandenburg bestellt, die nun stilecht im neu eingerichteten Becken platziert wurden, um Schneckenbuntbarschen eine artgerechte Heimat zu bieten. Ja ... Weinbergschneckenhäuschen hätten es dafür auch getan, aber man darf ja mal etwas spinnen :-).


Neothauma Schneckenhäuschen


Zusätzlich habe ich im vorgesehenen Becken am Filterauslauf einen Diffusor angebracht, der Luft ins Aquarium sprudelt und damit den PH-Wert in die Höhe treibt. Ostafrikaner mögen ihr Wasser hart und alkalisch. Das Zweibrücker Stadtwasser ist damit sehr gut geeignet um ein entsprechendes Aquarium zu fahren. Fazit: mein Becken steht (ohne Bepflanzung als kleine Geröllwüste gestaltet) und die Technik läuft - Fehlen nur noch die entsprechenden Fische.


kleine Geröllwüste


Nach Beratung mit dem Fischhändler meines Vertrauens Jürgen Würz von der Aqua Lounge und der Lektüre von Ad Konings Tanganjikabuch hab ich mich jetzt schließlich für Tiere aus dem Tanganjikasee entschieden. Aus diesem zweittiefsten See der Erde kommen richtig tolle Schuppenträger, die man - vorrausgesetzt das Aquarium ist entsprechend groß - auch halten kann. Da mein Pott jedoch für den Orinoko reserviert bleibt, habe ich zwei kleinere Arten ausgesucht. Demnächst ziehen Neolamprologus caudopunctatus orange fin und Neolamprologus similis bei mir ein. Wer die Caudopunctatus schon mal vorab sehen will, der kann hier auf dem Video von Cichlidae Acuarois Jávea nachschauen. Sie werden vorraussichtlich am Samstag vom Chichliden-Stadl per Express geliefert.




Ich  bin sehr gespannt, wie sich das anlässt und freue mich aufs kommende Wochenende. Schaut also demnächst mal wieder vorbei, wenn ich die Neuen zeige.

Gruß Frank





Sonntag, 30. Juli 2017

Rumgeknipst 3

Und weiter geht es mit Makroaufnahmen. Diesmal zu Besuch bei meinen Krabben.


Geosesarma krathing

Geosesarma krathing


Frank

Sonntag, 8. Januar 2017

Vampirkrabben basics

Neben dem 3 Fach Druckminderer hab ich mir auch noch ein schmales Taschenbuch über Vampirkrabben zugelegt, da ich schon seit langer Zeit eine Geosesarma Art, nämlich Geosesarma krathing pflege und vermehre. Literatur zu diesen Krabben habe ich - entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten  - so gut wie nicht gelesen, zumal es zum Zeitpunkt des Erwerbs auch so gut wie nichts zu diesen Tieren zu lesen gab. Das Buch beschreibt diese Situation auch, indem es anmerkt, dass erst seit 2006 diese Krabben vermehrt importiert wurden.
Allzu viel falsch kann ich seit dieser Zeit bei der Haltung der krathing Krabbis jedoch nicht gemacht haben, denn alle heute bei mir lebenden Tiere haben sich aus einem kleinen Stamm, den ich vor ca. 9  Jahren erworben hatte, entwickelt. Ich sehe die Tiere relativ selten, da sie - wie mehrfach schon beschrieben - recht zurück gezogen leben. Aber sie sind da und vermehren sich. Mit den von mir auch schon gehaltenen Geosesarma hagen war das leider anders gelaufen.

Zurück zum Buch. Ich habe es noch nicht komplett gelesen, trotzdem macht es auf mich einen sehr soliden Eindruck. Gegenteiliges hätte mich auch verwundert, denn die Edition Chimaria, in der das Büchlein verlegt wurde, macht keine halben Sachen, sondern stellt gerade für Hobbyisten sehr fundierte Bücher zur Verfügung. So auch im Falle des Buch "Vampirkrabben / Haltung & Zucht" von Höhle und Singheiser aus der Reihe Bascis.

Die wichtigen Dinge zur erfolgreichen Haltung werden vermittelt, die bekannten Arten dargestellt und auch interessante Aspekte zur Herkunft aufgezeigt. Ich wusste zu meinen Geosesarma krathing z.B. nicht, dass sie nur an einem ganz bestimmten Wasserfall vorkommen und somit in ihrem Verbreitungsgebiet recht eingeschränkt sind.

Das Taschenbuch ist sehr ansprechend gestaltet, wird mit einem allgemeinen Teil eröffnet, der sich zu Systematik, Verbreitung und Lebensraum, Anatomie und Physiologie, Entwicklung und  Häutung äußert, um dann auf die für den Terrarianer so wichtigen Aspekte wie Erwerb,  Transport, Haltung, Fütterung und Zucht überzuleiten. Kernstück des Ganzen ist der Artenteil, der zu den jeweiligen Arten sehr übersichtlich Infos zur Verfügung stellt, wobei man sich nicht nur auf die eigentlichen Geosesarma beschränkt, sondern auch Tiere vorstellt, die als Geosesarmas importiert werden, allerdings anderen Gattungen angehören. Abgerundet wird das Taschenbuch schließlich durch ein Glossar mit Literaturverzeichnis. Layout und Bebilderung, die den Rahmen bilden, finde ich persönlich sehr gelungen.


Vampirkrabbenbuch

Mehr braucht es dann für den Halter, der sich näher mit Vampirkrabben beschäftigen will, zunächst auch nicht. Deshalb kann ich das Taschenbuch uneingeschränkt empfehlen. Wer noch weitere Infos  braucht, den verweise ich auf die Seite des Verlages, die man hier finden kann.

Dieses Posting passt übrigens sehr gut zum derzeitigen Wetter, denn es liegt bei 0 °C Schnee über Zweibrücken, so dass man sich gemütlich auf die Zoozimmer Couch legen könnte um z.B. weiter in einem Buch über Vampirkrabben zu schmökern. Mal sehen ...

Gruß Frank


Sonntag, 29. März 2015

Bio Planarien Stop

Das Zeugs ist Murx :-(.
Wie berichtet hatte ich es ja vorschriftsmäßig angewandt und es hat ....... null gebracht. Meine Planarien fühlen sich nach wie vor pudelwohl. Und für so ein kleines, wirkungsloses Pulverdöschen hab ich dann fast 20 € ausgegeben ... bin echt genervt deshalb.

Frank

Samstag, 24. Mai 2014

Warten

Warte immer noch. Nebenbei hab ich mal ein paar ältere Bilder sortiert und dabei folgendes Krabbenbild gefunden. Das wollt ich mal zeigen - schön, oder ?


Krabbi


Frank

Samstag, 18. Mai 2013

neuer Panzer

Die Krabbe von neulich will sich anscheinend nicht von ihrem alten Panzer trennen und hat direkt neben ihm Quartier bezogen.


aus der Haut gefahren

Gruß aus dem neuen Zoozimmer

Frank

P.S. vor einem Jahr hab ich hier im Zoozimmer alten Tapeten abgekratzt ... wie es wohl in einem Jahr hier aussehen wird ?

Donnerstag, 16. Mai 2013

erwischt

Neulich, kaum war das Licht an der Terriwand angegangen, hab ich mal einen erwischt. Die Krabben sind ja über Tag immer verschwunden, aber da hatte ich Glück gehabt und einen gesehen. Sonst sieht man nur ihre leeren Hüllen.


Salto

Nein, er macht keinen Salto sondern war noch mit seinen Scheren am alten Panzer angeheftet und konnte deshalb nicht wie üblich vor der Kamera flüchten.

Gruß Frank

Sonntag, 19. Februar 2012

kalt, kalt, kalt ...

Leider es ist immer noch so kalt, dass ich aus der Tonne  kein Regenwasser entnehmen kann um Wasserwechsel zu machen - langsam wird es kritisch und ich hoffe inständig, dass es mehr taut. Ansonsten gibt es nichts Neues, außer dass eine Red Devil Krabbe gestorben ist (ich weiß nicht, wie viele noch leben, da das Krabbenbecken sehr unübersichtlich ist) und der Typ aus dem Zoozimmer diese Woche von der allgegenwärtigen Magen-Darm Grippe Welle gestreift wurde. Im Gegensatz zur Krabbe hat er aber überlebt, wie ihr sehen könnt.

Typ aus dem Zoozimmer

Nebenbei höre ich Barcelona mit "Please don't go".

Gruß Frank
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