Samstag, 25. Juni 2022

Krebse gesichtet

Da meint man nach über 50 Lebensjahren in der Westpfalz so ziemlich alles gesehen zu haben und dann so was : 

 

Krebsrettung

 

Wir waren erstmals auf einem tollen Rundwanderweg nur 10 Km von Zweibrücken entfernt, als er uns über den Weg lief. Ein Europäischer Flusskrebs (Astacus astacus). Es handelt sich bei ihm um eine in Deutschland gemäß der Roten Liste vom Aussterben bedrohte Tierart.

Und ich habe erstmals überhaupt so einen Burschen in freier Wildbahn gesehen. Tolles Erlebnis ! Dass die Krebse sich hier bei uns in der Westpfalz wohl fühlen wundert mich gar nicht, denn angesichts solch toller Wanderwege in naturnahem Raum würde ich auch nicht aussterben wollen. 

 

Wanderweg 1


 

Wanderweg2

Ja - und dann muss ich mich noch ein wenig selbst loben, denn es hat schon ein bisschen Courage meinerseits bedurft ihn anzuheben und vom Schotterweg wegzutragen, um ihn vor dem möglichen Überfahren durch Autos, die am Beginn des Wanderweges noch parkten, zu bewahren. Der Kamerad hatte schon ziemlich beeindruckende Scheren, mit denen er mir gedroht hat 😁.

 



Gruß Frank





Dienstag, 24. Mai 2022

NO-MITE

Ich bin ja immer an der Optimierung meiner Fliegenzucht interessiert. Neben Belüftung und unterschiedlichen Aufstellorten der Zuchtbehälter oder dem Einsatz von Kontaktinsektiziden hab ich im Internet was Neues endeckt, um den größten Feind der Fliegenzucht - die Milbe - zu bekämpfen.

NO-MITE. Das Produkt wird als 100%-ig biologisches Mittel gegen Milben angepriesen und verspricht durch seinen Hauptbestandteil Kieselgur, das Exoskelett der Milben irreparabel zu beschädigen. Dadurch trocknen sie aus.

O.k. - hört sich mal gut an. 

Angewandt wird das Mittel dadurch, dass man mit dem Pulver die Fliegen bestäubt, sie durchschüttelt und zuletzt mittels eines Siebes wieder vom überschüssigen Pulver trennt. Es wird laut Werbung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Produkt nicht schädlich für die Fruchtfliegen sei, da die sich schnell des NO-MITES "entledigen und es sie nicht stört". Deshalb könne das Produkt "unbegrenzt zum Ansetzen neuer Fruchtfliegenzuchten verwendet werden".

O.k. - hört sich noch besser an. 

Also Dose bestellt und jetzt zweimal angewandt.

 

NO-MITE

 

Das Produkt hat bei mir einen durchschlagenden Erfolg erzielt ! Es tötet womöglich schon die Milben. Jedoch konnte ich das letztlich nicht verifizieren, denn ich habe alle mit NO-MITE behandelten Zuchtansätze direkt wegschmeissen müssen, da die behandelten Fliegen gleich mit gestorben sind. 

Und da dieses Ergebnis bei zwei Versuchen dasselbe war (Fliegen fallen um wie die Fliegen), werd ich dieses angeblich so tolle neue Mittel nie mehr anwenden. Ich muss jetzt für die beiden ausgefallenen Generationen neue Ansätze nachbestellen.

Eigentlich ist das Ergebnis nachvollziehbar, denn meines Wissens besteht das Exoskelett von Milbe UND Fliege in beiden Fällen aus Chitin.

Persönliches Fazit: der Erwerb von NO-MITE war ein echter Fehlkauf. Wie kommen die in ihrer Werbung nur darauf, dass NO-MITE die Fliege "nicht stört" ?


Gruß Frank



Mittwoch, 18. Mai 2022

Nachbarschaftshilfe

Ich habe ja schon Katzen und Fische gepflegt, wenn einige unserer Nachbarn in Urlaub gefahren sind. Und ich würde mich freuen, wenn sich hier jemand aus den umliegenden Häusern mal Zwergflusspferde anschafft, denn die würd ich auch mal gern aushilfsweise pflegen 😀. 

Doch zunächst fangen wir klein an: Bartagamen Pflege. Wie bei Zwergflusspferden ist das Neuland für mich.

 

Neo & Frank


Dieses Neuland betritt man am geschicktesten zunächst unter Anleitung. Deshalb gab es heute das erste Kennenlernen mit Neo. Sehr nettes Tier. Das wird nächste Woche spannend !  👍

 

 Bartagamenhandling


Frank

Aquaterra-Shop

Im Mai ist einiges passiert. Wo fange ich an ? Vielleicht noch im April, denn am 1. Mai war ich in Frankfurt gewesen, um dort die First Lady bei Ihrem ersten Radrennen zu supporten (also 'anfeuern', 'Bilder machen', 'Klamotten schleppen', 'Wasser anreichen etc.' - das Übliche eben 😀). 

Damit das 1. Maiwochenende aber auch für mich was zu bieten hatte, waren wir am 30.04. schon vor Ort und ich konnte zum ersten Mal den Aquaterra-Shop besuchen. Um es vorweg zunehmen: für mich DER Premium Laden in Sachen Terraristik ! 

Top gepflegte Becken, hervorragender Service, erstklassiges Angebot (wenn ich bedenke, was ich da für einen prall gefüllten Becher Blattläuse für die heimische Froschtruppe mitnehmen konnte) und die Preise war auch sehr fair - so was hab ich noch nie gesehen ! Im Laden selbst sind einige schöne Becken für Dendrobaten reserviert, aber natürlich gibt es die ganze Bandbreite an terraristischem Angebot - insbesondere Schlagen, Schildkröten und Echsen plus Zubehör in allen möglichen Variationen ... ich war begeistert. Schaut Euch nur mal den Fidschi Leguan an ! 


toller Fidschi Leguan
 

Begeistert war auch die First Lady, denn es stellte sich schnell heraus, dass der Inhaber des Ladens Oliver Fink ein aktiver Triathlet ist und während die beiden dann äußerst interessiert in sportlichen Fachgesprächen vertieft waren, konnte ich mich in Ruhe umschauen.

 

sportliche Fachgespräche in nettem Ambiente

 

Zum Thema Sport kann ich eh nur marginal beitragen, da sich meine Aktivitäten diesbzgl. wie geschrieben auf 'anfeuern', 'Bilder machen', 'Klamotten schleppen', 'Wasser anreichen etc.' beschränken.

Um Euch ein paar Eindrücke zu vermitteln, anbei einige Bilder vom Laden. Mein Tipp: wer sich in der Nähe von Hanau befindet, sollte unbedingt mal reinschauen - lohnt auf jeden Fall. 

 

Aquaterra-Shop 1








 

Aquaterra-Shop 2

 

 

Frosch Becken
 

P.S. auch für die First Lady hat sich ihr Radrennen Frankfurt-Eschborn dann gelohnt, denn sie hat die 100 Km und 1700 Höhenmeter in unter vier Stunden hinter sich gebracht. 

 

First Lady mit 6000 anderen Radlern am Start 


Gruß Frank

Sonntag, 24. April 2022

Sonntagsarbeit

Im Gegensatz zur ganzen Woche haben wir heute in Zweibrücken schlechtes Wetter. Das ist gut, denn dann hab ich endlich mal Gelegenheit, am Pott einen dringend notwendigen Wasserwechsel durchzuführen. Diese Gelegenheit hab ich zwar sonst auch, aber bei miesem Wetter fällt es einem umso leichter, als wenn man alternativ bei sonnigem Wetter auf der Terrasse liegen könnte um ein schönes Buch zu lesen. 

Wasserwechel am Pott ist nämlich die Arbeit, die ich am allerwenigsten im Zoozimmer mag. Im Grunde geht da ein halber Sonntag drauf. Mit dem ganzen Pflanzenschnitt artet so was immer in einen Großputz aus, den ich kaum unter vier Stunden hinbekomme.

Wer also vor hat sich ein 4 Meter Aquarium zuzulegen und das dann noch bepflanzen will, sollte sich das immer vor Augen führen. 

 

Pflanzenabfall nur vom Pott

 

Aber heute war ich auch positiv abgelenkt, denn es gibt Nachwuchs in und ausserhalb des Zoozimmers zu vermelden !

Die Vittatus haben erstmals Kaulpappen, die sie fleissig Richtung Wassergraben ihres Terrariums transportieren. 

 

Quappentransport
 

Auch das neulich erstandene Männchen der Pastellgrundeln der First Lady hat sich  angesichst von vier Weibchen nicht lumpen lassen und wir konnten die ersten kleinen Larven heute in seiner Grundelhöhle sehen. Mal schauen, ob das was wird. 

Schön deshalb, dass es schlechtes Wetter gab :-).

Gruß Frank

 

Sonntag, 10. April 2022

Gitterpflanze blüht

Das nenn ich mal eine vorösterliche Überraschung ! Meine Gitterpflanze im Pott, genauer die Aponogeton madagascariensis, wächst nicht nur hervorragend, sondern blüht jetzt auch erstmals. Das gab es ja noch nie ! O.k. ich hatte bislang auch noch keine Aponogeton madagascariensis im Bestand 😀.

An einem sehr langen Blütenstengel haben sich zwei Blüten gebildet. Da die Vermehrung durch Tochterknollen oder Samen erfolgt, bin ich mal gespannt was jetzt passieren wird.

Die Blüte selbst sieht jedenfalls toll aus, finde ich ! Seht selbst. 

 

zwei Blüten der Aponogeton madagascariensis



Blüte der Aponogeton madagascariensis


 

Gruß Frank

Samstag, 2. April 2022

Gedenkstätte Miri

Im vergangenen Jahr ist der Kater unserer Nachbarn tödlich verünglückt. Er wurde am Ortseingang von einem Auto überfahren. Eine sehr traurige Geschichte.

Miri war uns allen hier ans Herz gewachsen, obwohl er manchmals doch auch etwas eigen war. So konnte er die liebste aller Katzen sein und verfolgte einen von der offen stehenden Terrassentür des Gartens bis genau zu der Schublade in der Küche, in welcher die Katzensticks für ihn aufbewahrt wurden (er wusste genau in welcher Schublade diese gelagert wurden) nur um dann ohne jede weitere Liebkosung - so zu sagen grußlos - wieder über die Terrassentür zu verschwinden ... er hatte ja bekommen, was ihm zugestanden hatte.

Ganz anders dagegen, die Katze unserer anderen Nachbarn. Lilli kommt im Garten immer wieder mal auf Besuch vorbei, begüßt einen sehr freundlich, bevor sie verträumt ihrer Wege zieht. Ihr geht es überhaupt nicht um Katzensticks, sondern einfach nur darum 'Hallo' zu sagen.  

Wenn sich Lilli und Miri früher hier bei uns im Garten zufällig trafen (wir sind für die Katzen all unserer Nachbarn nämlich Katzenniemandsland - so zu sagen Frontier), dann zeigte sich auch hier dieser unterschiedliche Charakter der Tiere. Miri - ganz Macho - nutzte das jedes Mal zu einer Art Machtdemonstration, indem er die wesentlich kleinere Lilli erbarmungslos unter viel Getöse auf einen  Baum jagte um ihr zu zeigen, wem unser Garten nun wirklich gehörte.

Miri war trotz seiner manchmals rüpelhaften Manieren ein gern gesehener Gast, zumal er ja auch zweimal bei uns in Pension weilte. 

Das ist jetzt Geschichte, aber eine die mit sehr schönen Erinnerungen verbunden ist und jedesmal, wenn wir nun am Grundstück unserer Nachbarn vorbei laufen und dort den Miri Gedenkstein sehen, erinnern wir uns gern an ihn zurück. 

 

Miri Gedenkstein
 

Lass es Dir da oben im Katzenhimmel gut gehen, kleiner schwarzer Panther !

Frank

 

Samstag, 26. März 2022

Frühling läßt sein blaues Band ...

Genau, es wird Frühling. Nein, ich mache das jetzt nicht an den zahlreichen Krokussen, Osterglocken und Maulwurfshaufen 😡 im Garten fest, sondern an der seit ewigen Zeiten mal wieder blühenden Chirita im Elysium ... ist sie nicht wunderschön ?

 

Chirita

O.k. sie ist nicht ganz blau, aber immerhin lila und da passt einfach das Bild aus dem Gedicht von Mörike mit dem blauen Band dazu. Wenn jetzt noch die Frösche analog ihrer freilebenden Kollegen laichen würden, ja dann ... 

Egal. Hauptsache die kalte und dunkle Jahreszeit nähert sich ihrem Ende und es wird bald wieder Sommer. Ich freu mich drauf. 


Gruß Frank

Sonntag, 6. März 2022

Hoffnung

Es fällt schwer in diesen Tagen aus dem Zoozimmer zu berichten, herrscht doch seit mehr als einer Woche Krieg in Europa. Ich bin gegen Krieg. Bis vor zehn Tagen war so etwas unvorstellbar. Ich bin sehr traurig, dass es so was in 2022 geben kann und ich bin für die Unabhänigkeit der Ukraine.

Wenn man sich dann im Netz die Berichterstattung anschaut, die Flüchtlinge sieht, die Zerstörungen und all die anderen, bis vor Kurzem undenkbaren Dinge, dann wird mir umso mehr bewusst, wie gut es mir im Zoozimmer und uns da draussen in Deutschland doch geht.

Wie soll man bei all dem den Übergang zum Thema Aquaristik finden ?

Vielleicht, indem ich auf das aktuelle Posting von Anna Von Haien und kleinen Fischen - eine dringende Bitte an alle! verweise. Danke Anna dafür.

Zu all der Traurigkeit kommt für mich hinzu, dass vorgestern mein Honiggurami Weibchen verstorben ist. Ich weiß nicht warum. Hatte ich sie doch noch zu Beginn dieser Woche munter und ohne irgendwelche Anzeichen von Krankheit oder Problemen im Becken gesehen.  

 

Nachwuchs Honiggurami
 

Doch es gibt in allem immer wieder Zeichen von Neuanfang, denn ebenfalls zu Beginn dieser Woche habe ich im selben Aquarium den ersten Nachwuchs der Honigguramis endeckt, der auch schon relativ groß ist. Zwei kleine Honigguramis schwimmen nun bei ihrem Papa.

Das finde ich hoffnungsvoll und es erinnert mich daran, dass in jeder schlimmen Situation auch die Hoffnung auf etwas Gutes und auf einen Neuanfang steckt. Und das wird auch so für die Ukraine sein - ganz sicher. 

Slawa Ukrajini !

Frank

 



Sonntag, 6. Februar 2022

Blattläuse

Ich versuche mich aktuell an einem neuen Futtertier. Das hat mir Dennis aus Laufach empfohlen. Und siehe da, die Frösche hauen es weg wie Schnitzel mit Pommes. Deshalb will ich versuchen, diese neue Futterquelle zu erschließen und in die Erbsenblattlauszucht einzusteigen. 

 

Erbsenblattläuse
 

Für Hobbygärtner ist es sicherlich eine Horrorvorstellung, wenn man einen Blattlausbefall an seinen Zierpflanzen entdeckt, nichts desto trotz gehen wir im Zoozimmer jetzt den umgekehrten Weg und versuchen die kleinen, grünen Krabbler gezielt zu vermehren.  

 

Zuchtansatz

 

Das wird etwas aufwändiger werden, wie es genau funktioniert erfahrt Ihr hier. Mal schauen, ob sich auch die Fische im Zoozimmer an den kleinen, grünen Vitaminbomben erfreuen werden. Anbei schon mal ein Bild von der heutigen Fütterung im Elysium. 

 

Fütterung

Gruß Frank

Samstag, 5. Februar 2022

Garnelen und Raubtiere

Heute hab ich mal meinen Bestand an Neocaridina davidi in der Farbform blue velvet deutlich verringert. Die Tiere haben sich seit dem Erwerb im vergangenen Jahr sensationell vermehrt und ihr Schreibtischnano stark bevölkert. Deshalb war es jetzt an der Zeit 75 Tiere abzugeben. Der Fang war ziemlich einfach, die Jungs und Mädels sind quasi von alleine in den Kescher geschwommen. 

 

Albert überwacht den Fang

 

Ich schätze, dass immer noch mehr als 30 Tiere vorhanden sind. Ihr Bestand ist also gesichert und meine kleinen blauen Juwelen dürfen wieder in die Vollen gehen, was Ihre Vermehrung angeht. 

 

eingedost

 

Auch die zweite Garnelenart Caridina parvidentata, die wir in Freiburg bei Unter Wasser erworben hatten und deren Bestand dann zwischen mir und der First Lady geteilt wurde, haben sich in beiden Haltungsbecken vermehrt, wenn auch nicht so stark wie die blue velvet. Aufgrund ihrer unscheinbaren Färbung sieht man die parvidentata jedoch kaum, denn sie sind bei dunklem Bodengrund und üppigem Pflanzenwuchs so gut wie nicht im Aquarium auszumachen.

Hier könnte der Statusbericht enden, aber wie das so ist, wenn man sich in einem Zoogeschäft aufhält, man nimmt was Neues mit. Diesmal was gefährliches 😉.

Raubschnecken. Genauer Clea helena.

Seit heute leben im Zoozimmer also erstmals drei Raubtiere aus dem Stamm der Weichtiere (Molluscen). Damit wurde zwar mit einem ehernen Grundsatz - keine gefährlichen Tiere im Zoozimmer zu halten - gebrochen aber keine Sorge, die Gefährlichkeit der neuen Bewohner ist ziemlich überschaubar. So erreichen meine Raubschnecken maximal drei Zentimeter Gehäuselänge und werden nur den im ein oder anderen Becken mittlerweile ziemlich häufig anzutreffenden Posthornschnecken gefährlich. Clea helena haben andere Schnecken nämlich zum Fressen gern. Und deshalb hab ich jetzt die drei zunächst im Schneckenbuntbarschbecken untergebracht ... dort müssten sie satt werden. Ihre Jagdmethoden sind dabei nicht zimperlich.Die Raubschnecke betäubt ihr Opfer zunächst mit einem Gift, das sie der Schnecke durch einen Rüssel injiziert und das ihr Opfer auflöst. Dann saugt sie es mit einem zweiten Rüssel aus. 

 

Clea helena
 

Eigentlich wäre das ja keine Kunst: anpiecksen, Gift injizieren und dann aufschlabbern ... ist ja nix besonderes 😉, aber - und das ist bemerkenswert an den Cleas - dabei dann auch noch gut auszusehen und ihren Namen helena vollkommen zu Recht zu tragen, das ist dann doch schon ziemlich hipp. 

Wie Ihr seht, haben die Neuen nämlich ein spiralig gestreiftes, turmförmigen Gehäuse, das sehr auffällig gerippt ist und richtig was hermacht. Es bleibt also schön, wird jedoch auch gefährlich im Zoozimmer - zumindest für die Posthornschnecken in den Aquarien. 

ich wünsche Euch noch ein schönes Wochenende 

Frank

 

 

 

Sonntag, 30. Januar 2022

nach Laufach

Seit ewigen Zeiten waren wir mal wieder in Sachen Frösche unterwegs, um ein paar Auratus Nachzuchten zu erwerben. Ziel war Laufach in Franken, unweit von Aschaffenburg entfernt. Für eine Anreise aus der Westpfalz eine beachtliche Strecke. 

Aber es hat sich gelohnt, denn was Dennis Sylla da in seiner Wohnung aufgebaut hat, ist sehr beeindruckend.

Seine Anlage wird niemals einen Schönheitspreis in Scapingwettbewerben erzielen, das steht mal fest, aber ich habe noch nie eine Anlage gesehen, in der sich so effektiv die Frösche vermehren. 

 

super effketive Froschanlage (Quappendöschen oben)

Zusammen mit seiner Tochter managt Dennis dabei in erster Linie die Haltung und Vermehrung diverser Auratusvarianten, wie z.B. Pena Blanca,  Bronce, El Cope, Ancon Hill, Super Blue, Nominat etc.

 

Elterntier Auratus

Um einen Eindruck von der Vielzahl seiner Nachzuchten zu erhalten, muss man sich nur mal die einzelnen Döschen, die auf der Oberseite seiner Anlage stehen, anschauen ... da schwimmen Dutzende Kaulquappen, die dann in Plastikbehälter auf viel Laub groß gezogen werden. Und die Döschen auf der Anlage waren nicht die einzigsten Quappenbehälter, die besetzt sind ...

 

Aufzuchtbehälter

Ich habe es noch nie gesehen, dass so viele kleine und unterschiedlich bunte Frösche einem entgegenhüpfen, wenn dann einer dieser Plastikbehälter geöffnet wird. 


Unboxing
 

Hammer ! Wer mehr über die Froschzucht von Dennis Sylla erfahren will, der schaut am besten mal auf seiner Internetpräsenz nach. Euch noch einen schönen Restsonntag, vielleicht wie bei mir mit der Holberg Suite von Edvard Grieg.

Gruß Frank

 

 


Sonntag, 9. Januar 2022

Terrarien entkrautet

Heute hab ich mich etwas mit den Terrarien beschäftigt und zwei Becken entkrautet, ein drittes wird wahrscheinlich noch folgen. Viel war eigentlich nicht zu tun, denn die dort ansässigen Spathiphyllum sind einfach überdimensional gewachsen und haben die beiden Becken erheblich verschattet. 

 

entkrautet
 

Ich habe die Spathiphyllum deshalb herausgenommen und werde die nun etwas kahl aussehenden Terrarien mit diversen kleineren Bromelien bepflanzen. Eine Bestellung dazu hab ich bei rana-terrarienbau aufgegeben.

 

blühende Bromelie

Zum Abschluß dann noch schnell die Kamera ausgepackt und Bilder von zwei aktuell blühenden Pflanzen gemacht. Einmal Bromelie und einmal Chirita tamiana - schön. 

 

Chirita tamiana -nah


Chirita tamiana - fern

Frank

 

Samstag, 8. Januar 2022

Schwarzer Tod

Eigentlich, wenn auch nicht ausschließlich, geht es hier im Zoozimmerblog ja um Fische, Frösche, Pflanzen und so weiter. Heute machen wir mal eine Ausnahme. Jetzt geht es um Literatur - genauer gesagt um den historischen Thriller von Greg Iles: "Schwarzer Tod"

Um es vorweg zu nehmen, ich kann das Buch wirklich nur nervenstarken Lesern empfehlen, denn es ist wahrscheinlich das spannendste Buch, das ich jemals gelesen habe und ich habe in meinem Leben nicht wenige Bücher gelesen. Das Buch war so spannend, dass ich immer nur ein bis maximal drei Seiten am Stück lesen konnte, dann musste ich es wieder für Stunden weglegen um quasi 'durchzuatmen'. So etwas habe ich noch nie erlebt. 

 

 

Zugegeben - ich lese normalerweise nie Thriller und vielleicht ist das auch mit ein Grund, warum es für mich so herausragend und nervenaufreibend gewesen war. Damit die Spannung erhalten bleibt, kann ich natürlich keine detaillierte Inhaltsangabe hier posten, außerdem findet man das - wenn man so was möchte - leicht im Netz.

Ganz grob nur so viel: im Zweiten Weltkrieg soll im Rahmen eines Kommandounternehmens die Produktion und Anwendung von Giftgas durch Nazi Deutschland verhindert werden. Das hört sich vielleicht ein bisschen abstrus an, ist aber hinsichtlich der Produktion von Atomwaffen durch das Dritte Reich tatsächlich erfolgt. Der größte Teil des Buches spielt dabei in einem KZ, in dem die Wirkung des Giftgases auch getestet wird. Und der Leser ist dank der packenden Sprache von Iles bei der Ausführung des Auftrages direkt dabei. Ob die Durchführung gelingt ... ?

Mehr will ich dazu jetzt auch nicht mehr schreiben, denn das solltet ihr selbst lesen (immer unter Beachtung meiner Worte, dass man wirklich nervenstark sein muss). Aktuell ist "Schwarzer Tod" von Greg Iles nur antiquarisch erhältlich. 

Frank 

P.S. Danke für Deinen Tipp, Stefan


Donnerstag, 6. Januar 2022

Bigamie bei Skalaren

Ich wusste gar nicht, dass es so was gibt, aber als ich heute Abend ins Zoozimmer komme ließ es sich nicht mehr verleugnen: bei meinen zehn Skalaren hat sich ein Trio gefunden, das gemeinsam ablaicht. So etwas in der Art hatte ich schon seit einigen Wochen vermutet, denn die Skalare, die sich für die rechte Pottseite interessiert haben, waren häufig zu Dritt unterwegs. Kam ein vierter dazu, wurde der vertrieben, die drei selbst waren - obwohl sie sich auch augenscheinlich für die Blätter der Javafarns interessierten - untereinander friedlich. 

 

Bigamie bei Skalaren

 

Ist mir neu, dass es Bigamie bei Skalaren gibt, aber es ist dann wohl so. Ich vermute, dass es sich hier um ein Männchen mit zwei Weibchen handelt, genau sagen kann ich es jedoch nicht, da ich den Ablaichvorgang heute nicht beobachten konnte. 

Sachen gibt es ...

P.S. die Eier des anderen Skalarpaares sind übrigens schon einen Tag nach dem Ablaichen wieder verschwunden gewesen - wie vermutet, sind die Tiere einfach noch zu jung und unerfahren, um eine Brut auch durchzubringen. 


Gruß Frank

Freitag, 31. Dezember 2021

guten Rutsch

An den Fröschen kann man sich ein Beispiel nehmen. Die haben heute schon fleissig gebadet, um sauber ins neue Jahr zu kommen. 

 

guten Rutsch

Genauso einen sauberen Übergang ins neue Jahr wünsche ich Euch heute Nacht. Auf dass 2022 ein tolles Jahr wird. Ein Jahr, in dem Ihr glücklich und gesund seid, ein Jahr mit Erfolgen und vor allem eines, in dem Ihr das Leben feiert.  

 

Vollbad

 

Frank

Dienstag, 28. Dezember 2021

Skalar Gelege

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr ja noch etwas zu meinem Traumpanzerwels schreiben, der Einzug in das Zoozimmer gehalten hat ... aber das muss jetzt warten, denn es gibt eine 

- BREAKING NEWS ! -

Wie schon erahnt haben es nämlich die Peruaner getan.

Die beiden Fische, die sich die ganze Zeit auf der linken Beckenseite für die langen Blätter des Javafarns interessiert hatten, haben genau dort nun ein Gelege abgesetzt. An ihren ausgefahrenen Geschlechtspapillen kann man unschwer erkennen, dass sich da ein Pärchen gefunden hat. Zeitgleich mit der Ablage des Geleges hat dieses Paar auch den ersten Meter auf der linken Seite vom Pott  zur absoluten Sperrzone erklärt und duldet dort keine anderen Fische (ausgenommen die Panzerwelse) mehr. Wenn einer der alten Skalarkumpels trotzdem mal auf die Idee kommt und zu weit nach Links schwimmt, dann raucht es im Karton ... und wie ! Mama und Papa Skalar stürzen sich sofort im Tiefflug auf ihn und jagen den Fisch wieder über die Beckenmitte zurück auf die rechte Pott Seite. 

 

Gelege

 

Papa Skalar hat zudem plötzlich eine Schramme auf einer seiner Flanken ... ich vermute, da gab es im Verlauf des Tages eine handfeste Prügelei. Beide Tiere befächeln aktuell aufopferungsvoll ihre Brut und sind sehr besorgt. Trotzdem sind einige Eier des Geleges verpilzt.

 

aufopferungsvolle Brutpflege

 

Gehen wir mal davon aus, dass es keinen Skalarnachwuchs geben wird. Denn es ist die erste Brut des Paares, sollten trotzdem Jungtiere schlüpfen wäre der Feinddruck im Becken wohl im Verlauf der Zeit zu groß. Na ja, und bis auf Schneckenbuntbarsche habe ich auch noch nie Buntbarsche großgezogen - also spricht auch das gegen eine erfolgreiche Aufzucht. 

Aber jetzt warten wir mal ganz entspannt ab, wie es hier weiter geht. Geduld ist ja bekanntlich die erste Tugend des Aquarianers.


Gruß Frank


Freitag, 24. Dezember 2021

Frohe Weihnachten 2021

Ich wünsche Euch allen da draussen, auch im Namen der First Lady, der Fische, Frösche, Krabben und Garnelen, eine frohe Weihnacht 2021. Möget Ihr Euch genauso über diesen Tag freuen, wie ich das über mein heutiges tolles Weihnachtsgeschenk, eine blühende Tillandsia funckiana, getan habe.

 

Tillandsia funckiana 1

 

Tillandsia funckiana 2

Frank

Mittwoch, 22. Dezember 2021

Peru altum

Ich hatte es ja angekündigt, dass ich dieVeränderungen der letzten Monate im Zoozimmer ein bißchen aufarbeiten will.

Hinsichtlich des Tierbesatzes war die bedeutenste Neuerung sicherlich die Anschaffung eines neuen 'Hauptfisches' im Pott, also eines großen, das Becken dominierenden Schuppenträgers. Dabei fiel meine Entscheidung, nachdem ich mich gegen einen großen Schwarm von Hemigrammus bleheri entschieden hatte, nochmal auf Skalare.

Nochmal deshalb, weil vor Jahren schon mal Skalare - wenig erfolgreich - im Pott geschwommen sind. Für die Haltung der damals eingesetzten Altum Skalare hatte es bei mir nicht gereicht, da diese Fische doch ziemlich hohe Ansprüche an Wasserqualität und -temperatur stellen, denen ich nicht genügen konnte. 

 

Perum altum 1


Deshalb jetzt etwas weniger spektakulär, dafür aber unempflindlicher: der Peru Altum Skalar. 

Bevor nun hinsichtlich der Bezeichnung Altum Verwirrung entsteht, soll erwähnt werden, dass die Skalare (lat.) Pterophyllum eine aus drei Arten bestehende Gattung der Buntbarsche sind. Aus dem Amazonas mit seinen Nebenflüssen bis nach Peru kommt der Pterophyllum scalare , aus dem Gebiet des Orinocos mit seinen Nebenflüssen der Hohe Segelflosser Pterophyllum altum und aus dem Oberlauf des Amazonas der kleinsten Vertreter der Gattung, Pterophyllum leopoldi.

 

Perum altum 2

 

Im Zoozimmer jetzt also Pterophyllum scalare anstelle der früher gepflegten Pterophyllum altum. Dass man diese Skalare aus Peru auch als Peru altum bezeichnet, soll den geneigten Leser nicht verwirren, denn es handelt sich bei ihnen immer um Angehörige der Gattung scalare und nicht der Gattung altum.

Im Gegensatz zu den ganzen Zuchtformen und -farben von scalare, die es mittlerweile überall zu kaufen gibt, ist der  Peru altum ein Fisch, welcher dem ursprünglichen Wildtypus entspricht und der gerade was seine Flossenlänge angeht, begeistern kann. Und auch wenn sie nicht so farbig sind, wie die ganzen goldenen, blauen oder sonstwas Zuchtformen des Skalars, so finde ich doch ihr dezentes Blau im Kopfbereich ebenfalls sehr ansprechend. Deshalb habe ich mich schließlich für die Jungs aus Peru entschieden.

 

dezentes Blau

 

Mittlerweile leben die 10 Fische sieben Monate im Pott und sind alle bis auf einen Kameraden kräftig gewachsen. Auch beginnen sich in der rechten und in der linken Ecke vom Pott je zwei Tiere etwas von den anderen zu separieren und interessieren sich auffällig für die länglichen Blätter des Javafarns. Mal schauen, ob sich da Zuchtpärchen herausbilden. An den Genitalpapillen lässt sich jedenfalls noch nichts erkennen. 

 

Perum altum vor Aponogeton madacascariensis
 

Insgesamt denke ich, war es die richtige Entscheidung noch mal auf Skalare zu setzten, denn es ist wirklich beeindruckend, wenn die Segelflosser den Pott auf seiner gesamten Länge durchstreifen. Das wird nur dann unterbrochen, wenn es Futter gibt ... da stürzen sie sich gierig drauf als gäbe es kein Morgen - aber auch das macht Spaß, wenn sie einem quasi aus der Hand fressen. 


vorweihnachtliche Grüße Frank



Montag, 20. Dezember 2021

Pott in HDR

 Auch der Pott hat jetzt dran glauben müssen und wurde mit HDR abgelichtet :-).

 

Pott im Dezember 2021/1


















Pott im Dezember 2021/2


Frank

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