Frösche sind hinsichtlich ihrer Ernährung absolut kompromisslos: es kommt ausschließlich Lebendfutter auf den Tisch. Punkt. Keine Diskussion.
Das - und nur das macht die Haltung von Fröschen aufwändig. Mein Hauptfutter für die Hüpfer sind Drosophilas, flugunfähige Fruchtfliegen. Ihre Bereitstellung erfordert einigen Aufwand. Klar, man könnte ein Abonement abschließen und sich regelmäßig Fliegen frei Haus liefern lassen. Ich bevorzuge jedoch die Zucht der Futtertiere.
Das ist eigentlich kein Hexenwerk: selbstgemachter Fliegenbrei, Einmachgläser und Holzwolle und schon steht das Drosophila-Startup, wenn es da nicht dieses Problem mit den Milben gäbe.
| Drosophila Zucht im Zoozimmer |
Denn ein Milbenbefall kann einen Zuchtansatz binnen kürzester Zeit zerstören. Um das zu verhindern und die Ausbreitung der Milben einzudämmen habe ich in den vergangen Jahren schon einiges probiert. Mit mehr oder weniger Erfolg. Oder mit null Erfolg 😕.
Nun konnte ich leider auf mein bewährtes Milbenspray (Superform Insekten-EX von der Firma Wilke), mit dem ich in den vergangenen Jahren die Zuchtgläser eingesprüht hatte, nicht mehr nutzen, die Produktion wurde wegen einer Novelle der Biozidverordnung vom Hersteller eingestellt .... grmpf !
Das neue Milbenspray, das ich ausprobiert habe ... nun ja, sagen wir es diplomatisch: die Milben waren wenig beeindruckt 😕.
Deshalb bin ich auf Kieselgur umgestiegen und habe alle Zuchtgläser in Blumenuntersetzer, die großzügig mit diesem superfeinen Pulver gefüllt wurden, gestellt.
| Einsatz von Kieselgur im Blumenuntersetzer |
Und siehe da, es funktioniert gut. Milben, die sich mutig aus dem Glas wagen, um das Nachbarglas zu überfallen, erleben im Kieselgur ihr persönliches Waterloo. Um die Gläser bilden sich dunkle Streifen mit verendeten Milben, die anzeigen, dass Kieselgur eine Bio-Barriere mit Endgegner-Qualitäten ist. Das Pulver schädigt nämlich ihr Exoskelett auf ganz natürliche Weise. Keine Chemiekeule, sondern fein gemahlene Erde, wie sie auch im Gartenbau verwendet wird ... oder eben jetzt bei mir in der Zucht von Drosophilas 😉.
| dunkle Streifen im hellen Kieselgut - die Bio-Barriere |
Wesentlich einfacher gestaltet sich da die Ernährung sonstiger Bewohner im Zoozimmer. Die Asseln werden mit Holzstückchen verwöhnt, die mit Flechten und Moosen überzogen sind – Feinschmecker eben.
| Feinschmecker |
Und die neuen Garnelen bekommen ab und an mal einen Garnelensticks von Dennerle ... auf dass sie sich lustig weiter vermehren 😀.
| Garnelen an Stick |
Dazu dudelt aktuell Papaoutai. Für die Stimmung im Zoozimmer ist das Gold wert, auch wenn das Lied selbst einen ziemlich ernsten HIntergrund hat.
Gruß
Frank












