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Sonntag, 28. Juni 2026

Was vom Tage übrig blieb

 ... ist ein Roman von Kazuo Ishiguro, den ich heute in weniger als zehn Tagen ausgelesen habe und der mich sehr beeindruckt hat. Eigentlich ist die Handlung des Buches nicht sonderlich spektakulär: der Butler eines vornehmen Hauses unternimmt eine mehrtägige Autoreise durch den Süden von England um eine ehemalige Hausangestellte zu besuchen. 

Aber die Art und Weise, wie Ishiguro während dieser Autofahrt mit verschiedene Zeitebenen spielt und sich die Erinnerungen des Butlers, zu einem Gesamtbild fügen - das ist große Kunst. Dazu passt hervorragend die Sprache, mit der er seine Hauptfigur, den Butler Stevens auftreten lässt - englishness pur !

 


 

Es hat mich zunächst schon angesprochen, mit welch hohem Berufsethos Stevens sich in seiner Rolle als Butler sieht, aber je weiter man liest, um so fraglicher wird diese 110 prozentige Hingabe an das Dienen - Stevens nennt es "die Würde" im Beruf. Er hat dadurch nicht nur nicht sein Leben gelebt, vielmehr hat die Sehnsucht nach dieser Würde seine einzigste Chance, die Liebe zu finden, vernichtet.

Ganz am Ende der 290 Seiten merkt er es auch, dass er einer Selbsttäuschung erlegen ist. Es passt hervorragend zum Stil des Buches, dass dieser eigentlich dramatische Höhepunkt, sich so still und leise vollzieht, indem er einem zufällig neben ihm sitzenden Passanten auf einer Parkbank, den (symbolisch zu verstehen) Sonneruntergang betrachtend, erzählt:

"All die Jahre, die ich diente, habe ich darauf vertraut, dass ich etwas tue, was der Mühe wert ist. Ich kann nicht einmal sagen, dass ich meine eigenen Fehler gemacht hätte. Wirklich - man muss sich fragen -, welche Würde liegt überhaupt darin ?"

Und dazu weint er. Eine Gefühlsregung, die nur an dieser Stelle vorkommt und die man als Leser auch nur indirekt dadurch erfährt, indem dieser Passant sagt:

" Du liebe Güte, Mann, brauchen Sie ein Taschentuch? Ich habe irgendwo eines. Ah ja, da Kommen Sie schon, Mann". 

Leise und sehr berührend. Meiner Meinung nach ganz großes Kino, wie Ishiguro dieses Portrait und Scheitern des Butlers beschrieben hat.

Zurecht wurde er dafür noch im Jahr der Erstveröffentlichung für 'Was vom Tage übrig blieb " mit dem renomierten Booker Prize ausgezeichnet und für sein gesamtes erzählerisches Werk hat er 2017 den Nobelpreis für Literatur erhalten. Ich freue mich schon auf weitere Bücher von ihm. 

 Frank 

Freitag, 3. April 2026

Frösche - Meister der Anpassung

Durch reinen Zufall bin ich in meiner Lieblingsbuchhandlung über ein Buch gestolpert, das kaum besser zu mir hätte passen können: „Frösche – Meister der Anpassung“ von Sally Coulthard. 

 



Coulthard nimmt einen auf rund 200 Seiten mit auf eine erstaunlich vielseitige Reise durch die Welt der Frösche. Sie spannt den Bogen von ihrer evolutionären Entstehung bis hin zu faszinierenden Besonderheiten. wie Einblicke in Haut und Atmung – Themen, die man oft unterschätzt – oder den eher selten beleuchteten Aspekt ihrer Fortbewegung. Dass hinter dem scheinbar simplen Springen so viel steckt, war mir vorher ehrlich gesagt nicht bewusst. Auch das Thema Gefährdung kommt nicht zu kurz und verleiht dem Ganzen eine wichtige, nachdenkliche Dimension.

Immer wieder werden weniger bekannte Arten vorgestellt, was das Buch angenehm abwechslungsreich macht und den eigenen Horizont erweitert. Wer tiefer einsteigen möchte, findet am Ende ein kompaktes Literaturverzeichnis als Einstieg in die aktuelle Forschung. Und für alle, die nicht nur lesen, sondern auch selbst aktiv werden wollen, gibt es praktische Tipps, wie sich der eigene Garten in einen froschfreundlichen Lebensraum verwandeln lässt. Ich jedenfalls brauche am Bachlauf noch ein Hiberaculum. 

Abgerundet ist das Ganze schließlich noch mit Zeichnungen, die die Vielfalt der Froschwelt schön einfangen.

Unterm Strich funktioniert das Konzept. 'Frösche – Meister der Anpassung' schafft es, Begeisterung für Amphibien zu wecken und steckt trotz seines überschaubaren Umfangs voller interessanter Inhalte.

Für alle, die Frösche mögen oder sich für Naturthemen begeistern können, ist das eine klare Empfehlung – und für echte Froschfans sowieso Pflichtlektüre.

Und während meine Gedanken noch zwischen Teichrand und Froschkonzert nachhallen, passt ein musikalischer Ausklang perfekt: Klaviermusik vom Feinsten – die Vivaldi Variation von Florian Christl.

Frank 

  



 

Freitag, 10. Oktober 2025

Rückreise

Unser diesjährige Herbsturlaub ging - so wie die letzten Urlaubsreisen auch - zum Fernwandern in die Niederlande. Die abschließenden rund 120 Km  auf dem Pieterpad standen an. Das soll hier aber nicht das Thema sein, auch wenn ich tolle Bilder und wunderschöne Erinnerungen mitgenommen habe. 

 

Zielankunft am Pietersberg bei Masstricht

 

Nein, wir befinden uns im Zoozimmerblog und da dreht sich alles um die Heimreise, die – wie könnte es anders sein – Zoozimmerlike verlief. I couldn't resist 😀.

Vom Wander-Endpunkt Maastricht aus, ging es zuerst nach Heerlen zu Dutch Rana, dann nach Remscheid in die Zoobox und schließlich in unsere absolute Lieblingsbuchhandlung: Thalia in Bonn. 

Ja, war ich überall schon mehrfach gewesen, aber das sind einfach tolle Läden. 

Bei Dutch Rana habe ich mir eine Doppeldüse für ein Terrarium mit genommen und weil ich ohnehin schon mal da war, landeten gleich noch ein paar Bromelien in meinem Korb. Highlight sind dort ganz eindeutig die Show Terrarien vor Ort. 

 

Showterrarium 1


Showterrarium 2

Fortsetzung vom Pflanzen-Spaziergang dann in der Zoobox: für mich Schwimmpflanzen und für die First Lady eine Hygrophila lancea 'Araguaia'. Außerdem einen Waterbuddy für ihr Punsuke. Ich bin gespannt, wie das klappt mit der automatischen Wasserstandsregulierung.

Ja, und es  sind noch ein paar Hemirhamphodon tengah herausgesprungen. Ohne Fische gehe ich nicht aus der Zoobox raus 😀.

Eigentlich wollte ich vor Ort noch Soil von Tropica mitnehmen, aber nach einem charmanten Gespräch mit guten Argumenten entschloss ich mich was Neues zu testen:  RootMax von MasterLine. Masterline ist eh mein Standartdünger, schaun wir also mal wie das, anstelle von einem klassischen Soil, mit der Langzeitdüngung der Pflanzen klappen wird. Angedacht ist ein Umzug der Schneckenbuntbarsche ins Treppenhausaquarium und der Umbau ihres bisherigen Domizils in ein Iwagumi. 

Bei diesem Umbau ist mir natürlich vollkommen klar, dass ich das niemals so gut wie bei den Zoobox-Aquarien hinkriege, deshalb zeige ich hier noch ein paar Bilder von den Profis 😀.

 


Showaquarium 1
  


Showaquarium 2

 

Letzte Station auf unserer Rückreise war Thalia in Bonn. Was für ein Laden! In einem ehemaligen Kinosaal untergebracht, gibt es dort so viele Bücher, dass man fast den Überblick verliert. Wer also einen Abstecher nach Bonn macht, dem sei dieser Flagstore ans Herz gelegt – da lohnt sich jeder Umweg !

 

Thalia Flagstore Bonn

  

Ach ja, und mein Timing im Urlaub war wirklich perfekt: Schon auf der Rückfahrt fingen die Halsschmerzen an und jetzt sitze ich hier mit Fieber und Decke am PC, während ich versuche, diese Zeilen zu tippen, bevor ich mich gleich auf die Couch verkrümele. 😢

Gruß 

Frank 

 



Samstag, 25. Januar 2025

neues Bücherregal

Im Zoozimmer geht’s nicht nur um Fische, Frösche und Gartenteiche – manchmal verirrt sich auch ein bisschen Literatur ins Programm. Da passen doch ein paar Bilder des neuen Bücherregals gut ins Thema. 

Zugegeben - es ist ein Spielzeugregal, aber wer sagt denn, dass kleine Bücher nicht auch groß rauskommen können ? 😄. Ich finde sie jedenfalls mega putzig, meine Mini-Leseecke. Und wenn ich bedenke, wie viele Mini-Bücher da noch ungelesen drinstehen, kann sich der Winter ruhig noch Zeit lassen – ich hab noch viel vor mir ! 😅


Minibücherregal 1


Minibücher 1


Minibücher 2


kleines Bücherregal neben großem Bruder

Auch im Zoozimmer selbst hat der Lesestoff einen neuen Stammplatz gefunden. Ein Teil meiner Zeitschriften (vorwiegend DATZ, AMAZONAS und Elaphe) inlusive wichtiger Aquarienbüchern wird zukünftig neben dem Elysium aufbewahrt. Wer genau hinschaut erkennt: ich habe die Scheiben der Terrarienwand immer noch nicht geputzt 😔

 

neues Regal für Zoozimmerliteratur

 

Dieses neue Regal für die Zeitschriften war notwendig, um Platz für das große neue Projekt zu schaffen. Wenn alles klappt, bin ich nächste Woche damit fertig, dann wird es hier vorgestellt. 

Bis dahin – bleibt neugierig!

Gruß 

Frank


Sonntag, 28. April 2024

Nachwuchs Mosaikfadenfische und Literatur

Es gibt mal wieder was Neues im Zoozimmer: eine Zoozimmerwelterstnachzucht ! Na ja, fast eine Zoozimmerwelterstnachzucht, denn ich hatte schon mal Larven vom Mosaikfadenfisch Frank, der leider viel zu schnell verstorben ist.

Deshalb wurden aus der Zoobox noch mal zwei Männchen mit in die Westpfalz genommen und diese mit den beiden alteingesessenen Mädels auf zwei Becken in den Blöcken verteilt. Damit befinden sich im Brummer momentan gar keine Mosaikfadenfische mehr.

Und schwupps - gestern Abend hab ich die ersten zwei kleinen Fische in einem Becken entdeckt, die das Larvenstadium, das der Nachwuchs von Frank nicht überschreiten konnte, schon geschätzt mindestens eine bis zwei Wochen hinter sich haben. Yes !

Schauen wir mal, wie das ausgeht. Mosaikfadenfische find ich jedenfalls wunderschön - allerdings sind die Männchen auch brutalst aggressiv, wenn es darum geht die Weibchen in Laichstimmung zu bringen. Die letzten vier Kalochroma, die sich das Aquarium mit dem Mosaikfadenfisch teilen, haben momentan ebenfalls nichts zu Lachen.

Ich würde Euch hier ja gern ein Bild der bislang zwei entdeckten Minifische zeigen, allerdings kriege ich sie nicht aufs Bild gebannt, so schnell sind die (oder so langsam bin ich mit dem Focus 😊), so verkrautet ist das Becken und so stark sind die Spiegelungen aus dem gegenüberliegenden Elysium. Ich beschränke mich deshalb auf ein aktuelles Bild vom Becken.

 

 

Kalochromabecker

 

Zusätzlich noch ein Blick auf den Nachttisch. Gestern konnte ich die 'Globalgeschichte der Frühen Neuzeit - Der grosse Aufbruch' beenden. Ein tolles Buch, auch wenn es doch fast zwei Monate gebraucht hat, bis ich mich durchgefräst hatte. Wenn man sich - wie in meinem Fall - ein Leben lang für Geschichte interessiert, dann ist es faszinierend zu erfahren, was es außerhalb des eurozentristischen Blickes noch so alles zu erfahren gibt. Und dafür sind sogar die 1000 Seiten, die der emeritierte Saarbrücker Professor Wolfgang Behringer hier sehr eloquent zu Papier gebracht hat, noch viel zu knapp ausgefallen. Was diese Seiten auf jeden Fall sehr eindringlich zeigen, schreibt der Autor in seinem Schlusssatz 

" ... Laut Cicero ist die Geschichte eine Lehrmeisterin des Lebens. Sie ist es nicht in dem Sinn, dass man etwas kopieren könnte. Aber ohne Kenntnis der Frühen Neuzeit kann man die heutige Welt nicht verstehen. Frühneuzeitliche Globalgeschichte ist eine Quelle der Selbsterkenntnis ....".

Stimmt 100 %.


Der grosse Aufbruch
 

Literarisch stürze ich mich nun in ein kleines Abenteuer. Wobei 1320 Seiten alles andere als eine kleine Angelegenheit werden - ich freu mich schon sehr auf die 'Reise in den Westen', einen klassischen Roman aus China, entstanden zur Zeit des 16. Jh. während der Ming-Dynastie. 

Der gehört zum Kanon der vier klassischen Romane der chinesischen Literatur und wurde von Eva Lüdi Kong neu übersetzt und kommentiert , die dafür 2017 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde.

Frank


 

 

Montag, 18. Dezember 2023

das Zoozimmer liest

"Expeditionen zu den Ersten ihrer Art" von Michael Ohl. Ein wirklich gutes Buch - auch wenn ich es noch nicht ganz beendet habe, so kann ich das hier schon mal festhalten. 

 


 

 

Der Titel des Buches ist dabei an eines meiner absoluten Lieblingsbücher "Die letzten ihrer Art - eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde" von Douglas Adams angelehnt.

O.k. wie ein Douglas Adams schreibt Ohl - selbst Professor an der Berliner Humboldt-Universität - natürlich nicht, aber es gelingt ihm dennoch sehr anschaulich und faszinierend die Endeckungsgeschichte verschiedener Tierarten darzustellen. Dabei helfen ihm auch die zahlreiche Abbildungen im Buch. 

Zusätzlich ist Ohl sehr aktuell unterwegs (Erstauflage November 2022). So widmet er zum Beispiel eines seiner zehn Kapiteln dem Meiobentos (den Bewohnern des Sandlückensystems im Meer und in Binnengewässern). Meiobentos ?

Ähm... ich interessiere mich ja schon lange für Tiere, insbesondere für solche, die schwimmen oder quaken, aber von einem Meiobentos  hatte ich noch nie gehört. Man hat beim Lesen also das Gefühl am Puls der Zeit zu sein, während das Buch von Douglas Adams schon vom Ende der 80ziger Jahre stammt und demzufolge eben nicht mehr 'state of the art' ist. 

Auch dreht sich das Buch von Adams themenbedingt um fast ausgestorbene Tiere, was an sich einen schon mal runter ziehen kann, während es bei Ohl darum geht wie die Tiere quasi im wissenschaftlichen Sinn zu uns kamen. Das heißt nicht, dass sie bald nicht auch zu gefährdeten Arten zählen könnten. Aber ich drücke jedenfalls allen und insbesondere den Engmaufröschen aus Neuguinea aus Kapitel III jetzt schon ganz fest die Daumen, dass ihnen so ein Schicksal erspart bleiben wird.  

Fazit: wer kurz vor Weihnachten noch ein nettes Präsent für einen Naturliebhaber sucht oder sich ganz einfach selbst beschenken will wie ich das getan habe, der kann hier fündig werden.

Gruß Frank

Sonntag, 29. Oktober 2023

'Best of' Liste

29. Oktober 2023. Wettervorhersage für Zweibrücken: Dauerregen 😞. Damit bleiben das Trike in der Garage und die Wanderschuhe im Schuhschrank, es steht ein relativ entspannter Sonntag bevor.

Auch im Zoozimmer geht alles seinen geregelten Gang und es gibt nichts Neues zu vermelden. Ich denke, ich werde Wasserwechsel durchführen ... das war es dann. Solche Sonntage haben trotzdem ihre schöne Seiten - man kann ungestört lesen.

Aktuell hab ich hier einen Klassiker liegen, der sich sehr gut anlässt - Alexandre Dumas's 'Graf von Monte Christo'. Ich bin über einen meiner beiden Lieblingsbuchblogs (Lesestunden und den Kaffeehaussitzer) auf diese Lektüre gestoßen. Und da sich das in die Reihe der Klassiker, die ich in diesem Jahr schon gelesen habe ('20.000 Meilen unter dem Meer', African Queen' und 'Wem die Stunde schlägt') gut einreiht, hab ich mir die dtv Ausgabe besorgt und tauche gerade ab.  

 

Bücherregal
 

Doch bevor ich jetzt wirklich vorm Bücherregal weggetaucht bin, hab ich mir gedacht, hier mal meine 'Best of' Buchliste aufzuschreiben. Passt ja zum Thema Lesen. Vieles von dieser Liste hab ich schon vor Jahren, teilweise Jahrzehnten gelesen und kenne die Handlung heute nicht mehr (könnte man dann nochmal lesen), aber ich weiß heute noch, dass mich der jeweilige Titel fasziniert und begeistert hat, so dass er Eingang in die Liste gefunden hat. 

Die 'Best of' habe ich für mich in die Bereiche die ich meistens lese, nämlich Belletristik, Science Fiction, Reiseliteratur und Sachbuch aufgeteilt.

 

Bücherregal Belletristik
 

Ich denke meine Leser werden sicherlich das ein oder andere Werk kennen - zumal sich echte Klassiker darunter befinden. Aber vielleicht kann ich Euch ja auch inspirieren es mal mit einem für Euch unbekannten Buch aus meiner Liste zu versuchen. 

 

Belletristik: 

  • Adams - Unten am Fluss
  • Bengtsson - Die Abenteuer des Röde Orm
  • Boyl - Wassermusik
  • Bull-Hansen - Viking
  • Crichton - Dino Park
  • Doerr - Alles Licht, das wir nicht sehen
  • Farrell - Troubles
  • Flanagan - Der schmale Pfad durchs Hinterland
  • Follet - Die Säulen der Erde
  • Follet - Die Nadel
  • Forbath - Der letzte Held
  • Gordon - Der Medicus
  • Harris - Vaterland
  • Hemingway - Wem die Stunde schlägt
  • Hermsdorf - Arbeit und Struktur
  • Hesse - Narziß und Goldmund
  • Illes - Schwarzer Tod
  • Jünger - In Stahlgewittern
  • Mann - Der Untertan 
  • Mailer - Die Nackten und die Toten
  • Marlantes - Matterhorn
  • Mason - Der Wintersoldat
  • Millne - Pu der Bär
  • Nadolny - Die Entdeckung der Langsamkeit
  • Regener - Hr. Lehmann
  • Remarque - Im Westen nichts Neues
  • Steinbeck - Die Strasse der Ölsardinen
  • Süßkind - Das Parfüm
  • Tolkin - Der Herr der Ringe
  • Wimschneider - Herbstmilch

Sciene Fiction:

  • Banks - Bedenke Phlebas
  • Chambers - Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
  • Crichton - Andromeda
  • Eschbach - Eines Menschen Flügel
  • Eschbach - NSU
  • Eschbach - Das Jesusvideo
  • Haldemann - Der ewige Krieg
  • Herbert - Der Wüstenplanet
  • Simmons - Die Hyperion Gesänge
  • Simmons - Olympos
  • Weir - Der Marsianer
  • Weir - Der Astronaut 
  • Wells - Tagebuch eines Killerbots

Reiseliteratur:

  • Holzach - Deutschland umsonst 
  • Kröher - Das Morgenland ist weit
  • Leichhart - Die erste Durchquerung Australiens
  • Nansen - In Nacht und Eis
  • Rohlfs - Quer durch Afrika
  • Theroux - Die glücklichen Inseln Ozeaniens

Sachbuch:

  • Adams - Die letzten ihrer Art
  • Behringer - Der große Aufbruch: Globalgeschichte der Frühen Neuzeit
  • Englund - Schönheit und Schrecken  
  • Flemmimg - Die Belagerung zu Peking
  • Hansen - Orchideenfieber
  • Hölldobler/Wilson - Ameisen
  • Kegel - Die Ameise als Tramp 
  • Kempowski - Echolot
  • Milde - Heimischen Exoten
  • Tuchmann - Der ferne Spiegel
  • Wittstock - Februar 33: Der Winter der Literatur
  • Zweig - Sternstunden der Menschheit 

 

Falls ihr das ein oder andere Buch auch mögt oder auch nicht, würde ich mich über einen Kommentar dazu freuen.

Gruß Frank


Samstag, 8. Januar 2022

Schwarzer Tod

Eigentlich, wenn auch nicht ausschließlich, geht es hier im Zoozimmerblog ja um Fische, Frösche, Pflanzen und so weiter. Heute machen wir mal eine Ausnahme. Jetzt geht es um Literatur - genauer gesagt um den historischen Thriller von Greg Iles: "Schwarzer Tod". 

Um es vorweg zu nehmen, ich kann das Buch wirklich nur nervenstarken Lesern empfehlen, denn es ist wahrscheinlich das spannendste Buch, das ich jemals gelesen habe und ich habe in meinem Leben nicht wenige Bücher gelesen. Das Buch war so spannend, dass ich immer nur ein bis maximal drei Seiten am Stück lesen konnte, dann musste ich es wieder für Stunden weglegen um quasi 'durchzuatmen'. So etwas habe ich noch nie erlebt. 

 

 

Zugegeben - ich lese normalerweise nie Thriller und vielleicht ist das auch mit ein Grund, warum es für mich so herausragend und nervenaufreibend gewesen war. Damit die Spannung erhalten bleibt, kann ich natürlich keine detaillierte Inhaltsangabe hier posten, außerdem findet man das - wenn man so was möchte - leicht im Netz.

Ganz grob nur so viel: im Zweiten Weltkrieg soll im Rahmen eines Kommandounternehmens die Produktion und Anwendung von Giftgas durch Nazi Deutschland verhindert werden. Das hört sich vielleicht ein bisschen abstrus an, ist aber hinsichtlich der Produktion von Atomwaffen durch das Dritte Reich tatsächlich erfolgt. Der größte Teil des Buches spielt dabei in einem KZ, in dem die Wirkung des Giftgases auch getestet wird. Und der Leser ist dank der packenden Sprache von Iles bei der Ausführung des Auftrages direkt dabei. Ob die Durchführung gelingt ... ?

Mehr will ich dazu jetzt auch nicht mehr schreiben, denn das solltet ihr selbst lesen (immer unter Beachtung meiner Worte, dass man wirklich nervenstark sein muss). Aktuell ist "Schwarzer Tod" von Greg Iles nur antiquarisch erhältlich. 

Frank 

P.S. Danke für Deinen Tipp, Stefan


Sonntag, 24. Dezember 2017

Frohe Weihnachten 2017

Heute ist der 24. Dezember ... schon wieder fast ein Jahr vorbei. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Wie immer habe ich Urlaub zwischen den Tagen und kann mich intensiver als sonst um die Tiere kümmern. Mal sehen, wie ich das am Wochenende mit den geplanten Wasserwechseln hinbekomme, denn pünktlich - wie auch schon in den vergangenen Urlauben - habe ich die Grippe bekommen ... kein gutes Zeichen für meinen Alltagsstresslevel :-(.

Ich hoffe euch da draußen geht es besser und ihr habt ein paar schöne Tage - lasst es euch gut gehen.

Frank

Für alle, die zu Weihnachten oder danach noch was Gutes lesen wollen mein Tipp: Daniel Kehlmanns "Tyll". Ich konnte dieses Buch die Tage beenden und war sehr angetan von der Handlung und insbesondere auch von der vom Autor verwendeten Sprache.

Sonntag, 12. November 2017

Lesen und Frühling

Weil über Zweibrücken ein Herbstwetter der ganz miesen Art mit Regen, Graupelschauern und starkem Wind herrscht kann man eigentlich nur eines tun: L+L (Latte trinken und Lesen). Das will ich mit meinem neu erworbenen Büchlein aus der Manesse Bibliothek tun. Die ersten Seiten sind schon mal vielversprechend.


L+L

Und wenn ich genug gelesen habe, geh ich ins Zoozimmer, denn dort ist immerwährender Frühling ausgebrochen .. es grünt und blüht. Elysium ... du hebst meine Stimmung !


immerwährender Frühling 1


immerwährender Frühling 2


immerwährender Frühling 3


Frank

Donnerstag, 30. März 2017

Symbiosen

Leider hat mich die Grippe heftig angesprungen, so dass ich schon die ganze Woche außer Gefecht bin. Das nervt und macht definitiv keinen Spaß mit Fieber und Husten im Bett zu liegen. Gut, dass ich schon vor einigen Wochen ein Buch erworben habe in dem ich nun den Umständen entsprechend häppchenweise lesen kann und das ich auch hier kurz im Zoozimmer Blog vorstellen möchte.

 
Symbiosen

Es handelt sich um das Buch "Symbiosen" aus dem Verlag Naturkunden. Durch die Covergestaltung bin ich auf das Buch aufmerksam geworden, zeigt diese doch einen Blaubeiner Pumilio an einer Bromelie, was sofort mein Interesse geweckt hat. Das Buch selbst bezieht sich aber nicht ausschließlich auf die Welt der Frösche, sondern stellt in kleinen Kapiteln ganz unterschiedliche Symbiosen vor, die anschaulich und fachkundig beschrieben werden und die einem nicht unbedingt bei dem Thema sofort in den Sinn kommen, wie z.B. die Symbiose von Haushund und Mensch. Ich habe zwar noch nicht alle Kapitel lesen können, bin aber jetzt schon begeistert. Das Schönste an dem Buch sind aber meiner Meinung nach die Illustrationen von Johann Brandstetter - einfach nur Klasse, wie er mit seinen Grafiken die  Kernaussagen der jeweiligen Kapitel aufgreift und vermittelt. Das ist schon ganz hohe Kunst. 

Ich kann das Buch deshalb allen, die mal über den Tellerrand des Hobbies hinaussehen wollen, nur wärmstens empfehlen. 

Frank

Sonntag, 8. Januar 2017

Vampirkrabben basics

Neben dem 3 Fach Druckminderer hab ich mir auch noch ein schmales Taschenbuch über Vampirkrabben zugelegt, da ich schon seit langer Zeit eine Geosesarma Art, nämlich Geosesarma krathing pflege und vermehre. Literatur zu diesen Krabben habe ich - entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten  - so gut wie nicht gelesen, zumal es zum Zeitpunkt des Erwerbs auch so gut wie nichts zu diesen Tieren zu lesen gab. Das Buch beschreibt diese Situation auch, indem es anmerkt, dass erst seit 2006 diese Krabben vermehrt importiert wurden.
Allzu viel falsch kann ich seit dieser Zeit bei der Haltung der krathing Krabbis jedoch nicht gemacht haben, denn alle heute bei mir lebenden Tiere haben sich aus einem kleinen Stamm, den ich vor ca. 9  Jahren erworben hatte, entwickelt. Ich sehe die Tiere relativ selten, da sie - wie mehrfach schon beschrieben - recht zurück gezogen leben. Aber sie sind da und vermehren sich. Mit den von mir auch schon gehaltenen Geosesarma hagen war das leider anders gelaufen.

Zurück zum Buch. Ich habe es noch nicht komplett gelesen, trotzdem macht es auf mich einen sehr soliden Eindruck. Gegenteiliges hätte mich auch verwundert, denn die Edition Chimaria, in der das Büchlein verlegt wurde, macht keine halben Sachen, sondern stellt gerade für Hobbyisten sehr fundierte Bücher zur Verfügung. So auch im Falle des Buch "Vampirkrabben / Haltung & Zucht" von Höhle und Singheiser aus der Reihe Bascis.

Die wichtigen Dinge zur erfolgreichen Haltung werden vermittelt, die bekannten Arten dargestellt und auch interessante Aspekte zur Herkunft aufgezeigt. Ich wusste zu meinen Geosesarma krathing z.B. nicht, dass sie nur an einem ganz bestimmten Wasserfall vorkommen und somit in ihrem Verbreitungsgebiet recht eingeschränkt sind.

Das Taschenbuch ist sehr ansprechend gestaltet, wird mit einem allgemeinen Teil eröffnet, der sich zu Systematik, Verbreitung und Lebensraum, Anatomie und Physiologie, Entwicklung und  Häutung äußert, um dann auf die für den Terrarianer so wichtigen Aspekte wie Erwerb,  Transport, Haltung, Fütterung und Zucht überzuleiten. Kernstück des Ganzen ist der Artenteil, der zu den jeweiligen Arten sehr übersichtlich Infos zur Verfügung stellt, wobei man sich nicht nur auf die eigentlichen Geosesarma beschränkt, sondern auch Tiere vorstellt, die als Geosesarmas importiert werden, allerdings anderen Gattungen angehören. Abgerundet wird das Taschenbuch schließlich durch ein Glossar mit Literaturverzeichnis. Layout und Bebilderung, die den Rahmen bilden, finde ich persönlich sehr gelungen.


Vampirkrabbenbuch

Mehr braucht es dann für den Halter, der sich näher mit Vampirkrabben beschäftigen will, zunächst auch nicht. Deshalb kann ich das Taschenbuch uneingeschränkt empfehlen. Wer noch weitere Infos  braucht, den verweise ich auf die Seite des Verlages, die man hier finden kann.

Dieses Posting passt übrigens sehr gut zum derzeitigen Wetter, denn es liegt bei 0 °C Schnee über Zweibrücken, so dass man sich gemütlich auf die Zoozimmer Couch legen könnte um z.B. weiter in einem Buch über Vampirkrabben zu schmökern. Mal sehen ...

Gruß Frank


Montag, 15. August 2016

Umzug

Gestern gab es im Zoozimmer einen Umzug. Die Pandas, Neons und Zwergbeilbäuche wanderten in der mittleren Etage vom linken in den rechten Block (ich habe ja seit einiger Zeit die Aufteilung der beiden Aquarienblöcke in Asien und Südamerika aufgegegeben).
Dafür zogen die Keilfleckbärblinge von Rechts nach Links. Hintergrund ist zum Einen die Anzahl der Fische. Pandas, Neons und Zwergbeilbäuche sind zusammen einfach zahlreicher als die Keilfleckbärblinge und die Becken im rechten Block haben aufgrund ihrer Größe (100 x 60 x 150) ein  größeres Volumen als die Becken auf der linken Seite (95 x 40 x 150). Zum Anderen ist das Becken auf der linken Seite um einiges dunkler als das rechte Becken. Keilfleckbärblinge lieben dunkle Becken. Mal sehen - vielleicht klappt es bei ihnen mal wieder mit der Vermehrung.

Der Umzug war mit ziemlich großem Aufwand verbunden, denn die Neons (ich pflege den Blauen und den Roten Neonsamler) ließen sich nicht ganz so einfach einfangen. Es blieb mir letztlich nichts anderes übrig, als alle Wurzeln auszuräumen. Eine interessante Erfahrung konnte ich dabei machen: die Blauen waren aufgrund ihrer Agilität wesentlich schwerer zu keschern, als ihre roten Kollegen. Keine Ahnung warum das so ist.


Umzug durchgeführt



Und da ich vom Samstag noch ziemlich platt bin (Vorgarten umgegraben und dort 3 Bäume gefällt) kommt es ganz gut, dass heute im Saarland ein Feiertag ist.
Damit verkrümmel ich mich nun auf die Gartenterrasse anstatt ins Büro zu fahren und genieße den Tag .... lesend bei sonnigem Wetter - so müsste es öfter sein ! :-)

Gruß Frank

P.S.

derzeit lese ich "Eine kurze Geschichte der Menschheit" von Yuval Noah Harari, ein absolut geniales Buch zur Globalgeschichte, das bzgl. Entwicklung der Menschheit verblüffende Einsichten aufzeigt.



Sonntag, 27. Dezember 2015

Prachtguramis & E10

Es ist zwar nun schon ein gutes Jahr her, dass ich dieses Buch gelesen habe, trotzdem ist "Prachtguramis" von Finke und Hallmann nach wie vor DAS Standardwerk zum Thema und absolut empfehlenswert.





Eigentlich müsste man das nicht besonders hervorheben, wurde es doch in vielen Zeitschriften wegen seiner hervorragenden inhaltlichen Tiefe zum Thema, seinen erstklassigen Bildern und seinem Blick  auf die ökologische Situation aquatischer Feuchtgebiete in Asien gelobt und ist quasi zu einem 'Must Have' für die Fans der Labyrinthfische geworden.
Für mich war es aber darüber hinaus noch prägend in Bezug auf meine Verhaltensweise an deutschen Tankstellen gewesen, denn seit der Lektüre von "Prachtguramis" verzichte auf das Tanken von E10.

Der rasante Schwund des Lebensraumes Torfsumpf dieser kleinen Fische, insbesondere durch die Umwandlung in Ölpalmplantagen stellt nämlich eine massive Einwirkung und Zerstörung dieser am stärksten bedrohten Biotope Südostasiens dar. Die Produktion von Palmöl ist lukrativ, wie alleine schon der Anstieg der Weltproduktion an Palmöl in den vergangenen Jahren zeigt. Und Teile des Palmöls finden eben auch Verwendung für die Herstellung von Biokraftstoffen (E10), den ich definitiv durch anderen Kraftstoff ersetzen kann.

Klar ... damit rette ich nicht im Alleingang die Welt oder die Torfsümpfe Südostasiens (zumal ich noch keinen adäquaten Ersatz für Nutella gefunden habe, für das ebenfalls Palmkernöl zur Herstellung genutzt wird). Aber ich bin auch nicht der Einzigste, der darauf achtet für was er sein Geld ausgibt, wie das Beispiel des norwegischen Staatsfond zeigt.

Ich denke, viele können hier einen kleinen Beitrag leisten - vielleicht auch du, wenn du dieses Posting liest und dir dann überlegst : muss ich eigentlich E10 tanken ?

Gruß Frank

P.S.

kleiner Nachtrag zum Thema Literatur. Ich habe den Roman "Alles Licht das wir nicht sehen" von Anthony Doerr gelesen und bin hin und weg von dem Buch - ganz großes Kino. Eins der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. 
 


Samstag, 27. Juni 2015

Amazonas


Amazonas Juli/August 2015

Seit mehreren Wochen hab ich drauf gewartet, heute konnte ich sie dann endlich in Händen halten - die neue Amazonas Juli/August 2015. Angekündigt war sie mit dem Titelthema 'Fischverrückte', worunter  zu verstehen ist, dass diesmal die Rubrik "Heimschauen", also der Blick in die diversen Keller und Räumlichkeiten von 110 prozentigen Aquarianern - eben Fischverrückten - im Vordergrund steht.

Ich mag ja solche 'voyeuristischen' Berichte, geben sie einem immer wieder neue Anregungen und zeigen zugleich, dass man doch selber vielleicht gar nicht so verrückt ist oder diese Verrücktheit zumindest noch von einigen anderen Menschen geteilt wird. Das find ich dann durchaus beruhigend :-).
Aktuell habe ich zwar noch keinen der vier Berichte zu den Heimschauen gelesen, aber das Bildmaterial macht richtig Lust darauf. Außerdem gibt es nebenbei  noch einen Zuchtbericht zu Salmlern in dieser Jubiläumsausgabe und es wartet ein Blick in die Biotope von Betta macrostoma auf den Leser. Was will ich mehr !?

Goutiert hab ich dafür schon den Artikel von Klaus Dreymann zum Thema "Warmschillerwälz" und - das lese ich traditionell immer als Erstes in der Amazonas - die Kolumne von Hans-Georg Evers am Ende eines jeden Heftes. Thema: Kinoabend. Sehr schön !
Da freu ich mich doch glatt auf ein sonniges Wochenende auf der Gartenterrasse mit weiterhin interessanter Literatur. Ich hoffe, ihr lasst es euch auch so gut gehen.

Gruß Frank

Sonntag, 7. Juni 2015

kleiner Urlaub

Damit ich die letzten Tage nicht nur grillend und lesend verbracht habe, mach ich an den beiden Blöcken heute mal wieder einen Wasserwechsel. Wie man sehen kann, ist dort alles Bestens. Wenn das auch am Pott so wäre, könnte ich aquaristisch glücklich sein.


Alles Bestens rechts


Alles Bestens links


Aber nein, der Pott zickt mal wieder. Nun  bekomme ich Probleme mit der nächsten Algenart ... ein schmierig braun-grauer Belag, der Wurzel und Steine überzieht. Ja, ja, er ist schon eine Herausforderung, der Pott.

Ansonsten hab ich mich davon jedoch nicht stören lassen, sondern seit dem Feiertag am Donnerstag und dem Brückentag am Freitag bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 30° C unseren Garten genutzt und wie schon geschrieben viel gelesen (beendet habe ich "Vier Tage im November", innerhalb eines Tages weggeputzt habe ich "Verlorene Paradiese", aktuell lese ich nun den neuen 700 Seiten Roman von Steffen Kopetzky "Risiko") und gegrillt. So was könnte man öfter haben  :-).


Grillen

Bevor ich jetzt zur Schwägerin fahre um dort - zu grillen :-), wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag.

Gruß

Frank





Donnerstag, 29. Mai 2014

Antiquarisches

Ich habe noch mal ein paar Hefte aus Opa's alter 'Bibliothek für Aquarien- und Terrarienkunde' erhalten. Wie man an der Titelauswahl erkennen kann, hat er sich wohl auch für Salmler und Barben interessiert ... was mir zeigt, dass dieses ebenfalls bei mir vorhandene Interesse wohl auch genetisch beeinflusst ist :-).


Bibliothek für Aquarien- und Terrarienkunde

So ein Zeitsprung um 100 Jahre zurück ist immer wieder spannend - schon alleine die alten Anzeige faszinieren mich mit ihren teilweise kuriosen Hinweisen, wie z.B.  'die Aufzugbenutzung zum Geschäft sei kostenfrei' oder 'größtes und schönstes Unternehmen der [k.u.k.] Monarchie'.


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Werbung der anderen Art


Die Hefte (Erscheinung 1911, 1915 und 1920, teilweise undatiert) sind jeweils mit einem Farbdruck, sowie schwarz-weiß Zeichnungen, aber auch schon schwarz-weiß Fotos ausgestattet. Einfach schön, wie ich finde.


Pyrrhulina filamentosa


Schwarz-Weiß Bilder


Wünsche noch einen schönen restlichen Feiertag.

Gruß Frank

Sonntag, 2. Februar 2014

Miniatur Bibliothek

Aus dem Bücherschrank meines verstorbenen Großvaters. Reihe 'Miniatur Bibliothek', Band 731 "Das Terrarium" von Georg Tannert, Leipzig, ohne Jahresangabe, 48 Seiten, Kosten 25 Pfennige.


Das Terrarium

Ich wusste im Gegensatz zu seiner Leidenschaft für Aquaristik gar nicht, dass Opa sich auch mal für Terraristik interessiert hatte. Finde ich toll und von irgendwo muss es bei mir ja auch herkommen, dass ich mich für Vivaristik, also der Haltung von Tieren hinter Glas begeistern kann. Beim Durchblättern der Seiten fällt auf, dass das  Heftchen von einem Register anderer Ausgaben der 'Miniatur Bibliothek' umschlossen ist. Dabei hat sich der Verlag keinen sachlichen Einschränkungen unterworfen und quer Beet zu allen möglichen, teils kuriosen Themen Bändchen veröffentlicht, wie z.B. der Band 1156 "Automatische Telefonie" oder Band 1079 "Sodafabrikation" oder Band 504 "Raffball" (was immer das auch ist). Putzig.

Nun gut - Band 731 "Das Terrarium"- da weiß ich, um was es geht. Die Kapitel reichen von 'Behälter' über 'Einrichtung' ,'Die Tiere', 'Das Futter', 'Zur Überwinterung', 'Zeitigung von Reptilieneiern', 'Die Aufzucht' bis zu dem Anhang 'Das Terraaquarium'.
Mir war klar, dass es hier nix zu Pfeilgiftfröschen geben wird, denn auf deren Haltung haben die Terrarianer noch einige Jahrzehnte nach Erscheinen von Band 731 der 'Miniatur Bibliothek' warten müssen. Auch befasst sich das Büchlein in allererster Linie mit einheimischen Vertretern der Herpetofauna, trotzdem muss man auf Frösche nicht ganz verzichten. Informationsgehalt und -menge zu den einzelnen Arten sind dabei allerdings für meinen Geschmack ziemlich abenteuerlich gewählt. Die Sprache ist ....  hhm,  gewöhnungsbedürftig.  Dazu ein Bsp. aus dem Kapitel 'Die Tiere':

 "... Von den Fröschen, die das ungeheitzte Terrarium bevölkern, muss [13.] der Laubfrosch, Hyla arborea, in erster Linie genannt werden. Sein Aussehen zu schildern ist wohl überflüssig, dagegen muss betont werden, daß es mit seiner "Wettervorhersage" nichts ist. Trotzdem verdient der lustige Kerl es in vollem Maße, im Terrarium gehalten zu werden. Gefüttert wird er hauptsächlich mit Fliegen; Käfer und andere harte Insekten vermeide man, sie bekommen ihm nicht. Dagegen machen sich alte Laubfrösche oft über ihre  jungen Artgenossen her, also Vorsicht ! Der Lauffrosch lernt bald seinen Pfleger von anderen Personen unterscheiden und nimmt ihm die zappelnde Fliege aus der Hand. Zur Paarungszeit läßt das Männchen häufig seinen schnarrenden Ruf erschallen, wobei an der Kehle eine kugelförmige Schallblase hervortritt, so daß es aussieht als sitze das Tier vor einer Kugel. 
Ein arger Schreihals ist auch der [14.] Wasserfrosch, Rana esculenta, während sein Vetter, [15.] der Grasfrosch, Rana temporalis, höchstens zur Nachtzeit ein wenig musiziert. Beide sind sehr gefässig und werden hauptsächlich gefangen um an Schlangen verfüttert zu werden....".

Wie geschrieben, der Informationsgehalt ist manchmals doch etwas fragwürdig und weitgehend auch ... minimalistisch. Ein anderes Beispiel : die Infos zu Panzerechsen aus dem Kapitel 'Das Terraaquarium'.

"... Junge Alligatoren und Krokodile werden namentlich in geheitzen Terraaquarien gehalten, sie sind aber stumpsinnig und hinterlistig. Man muss sich immer hüten, seine Hände in die Nähe des mit zahlreichen spitzen Zähnen besetzten Rachens zu bringen und darf sich nie auf die scheinbare Zahmheit der Panzerechsen zu sehr verlassen. Größere Tiere haben in ihrem Schwanz eine nicht zu unterschätzende Waffe. Zu bemerken ist noch, daß kleine Exemplare der gewöhnlichen Arten schon für mehrere Mark im Tierhandel zu haben sind.... " 

Dann geht es weiter mit den "gewöhnlichen Arten", wie Nilkrokodil, Kaiman, Gavial ...

O.k., da fehlt mir dann doch der Hinweis, dass eine solche Haltung wohl nur was für Spezialisten ist, wie es sie damals wohl kaum gegeben haben könnte, als Beispiel fällt mir hier lediglich die Haltung in der Krokodilhalle des Zooaquariums Berlins ab 1913 ein.


Krokodilhalle des Zooaquariums Berlin

Trotz meiner Kritik, ich finde einen solchen Zeitsprung spannend und lehrreich, zeigt er doch - und das gerade vor der aktuellen politischen Diskussion was die Einschränkung der Haltung von Exoten anbelangt - wie sich die Vivaristik entwickelt hat, wie sie an Tiefgang und Innovation gewinnen konnte und - das geht  eindrucksvoll aus vielen Haltungs- und Zuchterfolge der letzten Jahre hervor - wie sie dazu beigetragen hat das Verständnis im Umgang mit der Natur beim Mitgeschöpf Menschen zu vertiefen.
Gerade die Vivaristik vermag es dabei den Menschen für ein Zusammenleben mit der Natur zu begeistern ohne ihn nur in die Rolle des rein passiven Konsumenten von Medien zu verbannen, sie lässt  ihn aktiv ein Stück Natur selbst erfahren, wie jeder, der einmal ein Aquarium eingerichtet und gepflegt hat, wohl bestätigen kann. Das liebe ich an ihr.

Gruß Frank

Sonntag, 1. Dezember 2013

Literatur

Während gerade frisches Wasser in die Becken am Südamerikablock einläuft, wollte ich mal was zum Thema Literatur schreiben. Ich lese ja nun sehr gerne - insbesondere Romane, geschichtliche Sachbücher, Science Fiction oder auch mal ein zoologisches Fachbuch und natürlich auch aquaristische und terraristische Zeitschriften.

Meine Lieblingszeitschriften sind dabei die DATZ und die Amazonas. Beide stehen für kompetente Berichte zu allen Themen rund ums Hobby. Leider ist die erstgenannte Zeitschrift derzeit nicht mehr am Kiosk erhältlich und ein Abonnement dafür will ich nicht abschließen, da mich dann doch nicht jede Ausgaben so interessiert. Schade, schade ....
Liebe Verantwortlichen der DATZ, ich hoffe ihr ändert noch mal eure Meiung bzgl. der Erscheinungsweise (habt ihr ja schon mal getan), ich kauf auch so ca. 9 von 12 Ausgabe im Jahr - versprochen !

Einzigste Zeitschrift, die ich seit der ersten Stunde im Abo habe ist die Reptilia. Sie ist eigentlich DAS Standardorgan der deutschsprachigen Terraristikszene. Nimmt aktuell Stellung zu Themen, die auch mal etwas Abseits der Terraristik liegen (Bsp. die Diskussion um Börsen) und kann gut als Nachschlagewerk verwendet werden. Man könnte deshalb sagen, sie ist Prawda und Wikipedia in Einem, plus einige wirklich tolle Kolumnen des Autors Heiko Werning. Was will man mehr ?

Ansonsten haben sich Mergus Bände, Spezialbücher und andere nette Sachen im Lauf der Zeit angesammelt. Wen es genauer interessiert, der kann das beigefügte Bild anklicken und einen Blick in mein Bücherregal werfen.


Bücherregal


Gruß Frank

Freitag, 16. September 2011

Exkursion - Gondwanaland

Sachsen ... was sonst ? Ich finde das ja ein super schönes Bundesland und die diesjährige Wandertour war echt ein Traum. Für alle, die im Urlaub mal nicht am Strand liegen wollen kann ich es nur empfehlen - den  Malerweg in der Sächsischen Schweiz zu durchwandern. Doch bevor es schweißtreibend wurde, hab ich  für mich noch ein persönliches Highlight eingebaut - Gondwanaland im Zoo Leipzig. Der Zoo der nördlicher Metropole Sachsens hat eine lange und erfolgreiche Tradition und durch den Masterplan "Zoo der Zukunft" ist er auch zu einem der schönsten Zoos in Europa geworden. Keine Frage.

 
Hibiscus schizopelis

Das neue, erst im Sommer 2011 eröffnete Gondwanaland ist dabei sein neues Herzstück. Und genau da wollte ich hin, nachdem ich die einschlägigen "Konkurenzprodukte", wie die Masoala-Halle im Zoo Zürich, die Regenwaldhalle in Burgers Bush in Arnheim oder das mittlerweile leider nicht mehr existierende Regenwaldhaus in Hannover in den vergangenen Jahren schon besuchen konnte.
So ein künstliches Regenwaldhabitat ist genau meine Welt (nicht umsonst habe ich im Zoozimmer neben den Terrarien und Aquarien auch ein gewisses tropisches Flair mit Hilfe von Kunstpflanzen einzufangen versucht) , da fühle ich mich wohl - im Gegensatz zu einigen Besuchern, die bei der tropischen Hitze, die hier herrscht doch manchmals ins Stöhnen kommen. 
So war es nur eine Frage der Zeit, bis ich bei den Leipzigern aufkreuzen würde :-). Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Voll und ganz ! Denn Gondwanaland ist echt ein Erlebnis, auch wenn man eine ungefähre Vorstellung hat, was einen in so einer Tropenhalle erwartet.


Gondwanaland I


Gondwanaland II



Gondwanaland III


Am Anfang hatte ich nicht verstanden, warum die Leipziger ihre Attraktion ausgerechnet Gondwanaland nennen, aber wenn man dann sieht, dass hier die Tropenwelt aus den 3 Kontinenten Afrika, Asien und Südamerika zusammengeführt wird (also ungefähr die Teile, die unter Weglassung von Australien vor ca. 600 Millionen Jahren das urzeitliche Gondwanaland ausgemacht haben), dann ergibt es einen Sinn.  Dieser Hintergrund sorgt wohl auch dafür, dass man am Beginn einer optionalen Kahnfahrt durch die Halle zunächst durch einen 'Multimediatunnel' fährt, der beim Urknall beginnt um dann quasi im Schnelldurchgang die Erdgeschichte darzustellen. Das hat mir - als einzigstes am ganzen Zoo nicht so gefallen - ich denke, es ist dem Zeitgeschmack geschuldet. Ohne Multimediagedöns geht es eben heute nicht mehr. Dabei ist aber das beeindruckende doch die Halle selbst. Und dann noch die Auswahl an Tieren: Gaviale, die ich beim Füttern beobachten konnte, der einzigste Komodowaran in einem deutschen Zoo, oder auch die Riesenotter.


der derzeit einzigste seiner Art in Deutschland - Komodowaran


junger Gavial

Was fehlt ? Eigentlich nichts ... vielleicht doch eine Kleinigkeit. Wie wäre es, man könnte in der tropischen Halle noch ein paar Vögel frei fliegen lassen. Muss ja nichts Gigantisches sein, wie wäre es z.B. mit ein paar Brillenvögeln, oder wie in Arnheim mit Strausswacheln ?

Ich will mich jetzt gar nicht schwärmerisch in den einzelnen Details verlieren, sondern ein paar Bilder wirken lassen, die ich gemacht habe. Wie gesagt: ein persönliches Highlight !
Der Leipziger Zoo hat auch noch weiter tolle Sachen zu bieten, die ich schon bei meinem ersten Besuch vor einigen Jahren genießen konnte. Z.B. das Elefantengehege: ein echter Goldstatus in Sachen Elefantenhaltung. Die Affenanlage Pongoland : endgeil !

 
Pongoland

Das etwas in die Jahre gekommene, aber deswegen auch charmante  Aquarium mit seinen super schönen Becken  und vieles mehr. Mein Tipp für alle, die in Leipzig mal nicht wissen sollten, was sie neben sächsischen Quarkkeulchen vernichten, einer Besichtigung des Völkerschlachtdenkmal oder Sonstigem tun sollten. Oder für die dann ab dem 31.12.2011 das Panometer mit der Ausstellung Amazonas von Asisi geschlossen haben wird (mir war es letztes Jahr vergönnt, die noch zu sehen): Zoo Leipzig !


Madagaskaraquarium

Ach so - wer sich wie ich für Zoos begeistern kann und wer sich dann noch für Fragen der Konzeption einer Regenwaldhalle mit allen was dazu gehört interessiert, dem sei das Heft Topenerlebniswelt Gondwanaland ans Herz gelegt ... ich habe es gleich nach meinem Besuch verschlungen :-)

Gruß Frank
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