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Sonntag, 19. Juli 2026

Seerose

Sie blüht und ich war tatsächlich schnell genug mit der Kamera ! Die rote Seerose aus dem Gartenteich zeigt sich dieses Jahr von ihrer schönsten Seite. Hier zunächst ein Bild zur Mittagszeit – inklusive des mittlerweile berühmten „schwimmenden Schlamms“, der offenbar der Meinung ist, ebenfalls fotogen zu sein.

 

Seerose am Mittag

Und hier ein Foto von heute Morgen: Die Blüte noch fest verschlossen und der Schlamm wie vom Erdboden verschluckt. Er hält er sich streng an seine Nachtschicht und taucht pünktlich zum Feierabend ab. 


Seerose am Morgen

Die zweite Seerose im Teich scheint großer Toto-Fan zu sein: Hold the Line – bloß nicht blühen 😑. Sie verbringt inzwischen ihren dritten Sommer im Gartenteich und ist weiterhin maximal zurückhaltend, was das Zeigen von Blütenblätter angeht. Bereits zu Kübelzeiten war sie eher vom Typ „stilles Wasser“. 

Aber meine Geduld ist groß, der Gartenteich tief und die Hoffnung ungebrochen. Bis dahin bleibt sie die unangefochtene Meisterin des Nichtblühens

 

Gruß

Frank 

  

Montag, 13. Juli 2026

Krebsschere

Wir hatten (und haben) da mal ein kleines Problem am Gartenteich. Eine fiese Schlammschicht hat den gesamten Boden überzogen und schwimmt bei starker Sonneneinstrahlung zusätzlich noch frech an der Wasseroberfläche rum. Sieht ziemlich unschön aus.

Woher das kommt? Nährstoffeintrag schließe ich eigentlich aus (woher auch?). Eher die Sonneneinstrahlung, die den ganzen Tag reinbrezelt. 

 

Krebscheren als Schwimmpflanzen

 

Deshalb mein Masterplan: Schwimmpflanzen müssen her. Ich wollte Wassersalat (Pistia stratioteskaufen (den hatte ich vor einigen Jahren schon in den Kübeln erfolgreich vermehrt) und der ist so groß, dass er im Bedarfsfall bequem abgefischt werden kann. Aber da hat mir die EU einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vor drei Jahren konnte man das Zeug noch an jeder Strassenecke  erwerben - heute: Fehlanzeige. Eine Recherche bei Tante Google verriet mir was passiert war: Der Wassersalat steht mittlerweile auf der Liste der invasiven Arten und ist quasi illegale Schmuggelware. Grmpf… 

Ausserdem haben mir die Kollegen von unserer Storchenberingungsgruppe ordentlich ins Gewissen geredet.  

Invasive Art? Geht gar nicht, Frank! Nimm gefälligst was Einheimisches – die Krebsschere!“

Von der dümpeln nun seit vier Wochen neun Exemplare im Teich rum. Leider hat sich am Schlammproblem rein gar nichts geändert. Aber, die Krebsscheren sehen richtig gut aus ... und (Hauptsache) ich habe ein reines Gewissen - keine invasive Art ! 😀 

 

Krebsschere hinter Schlauchpflanze


nettes Aussehen

 

Krebsscheren haben neben ihrem netten Aussehen aber noch einen weiteren Vorteil: Wassersalat wäre nicht winterhart gewesen und ich hätte ihn irgendwie in den Aquarien überwintern müssen. Die Krebsschere hingegen soll im Winter ab- und im Frühjahr dann wieder auftauchen. Coole Sache. Ich bin gespannt, ob die im kommenden Frühling wirklich wieder hochkommen.

 

eingeworfen

Zu solchen U-Boot Aktionen passt doch diese Musik hervorragend.

Bleibt schlammfrei.

Gruß

Frank 

Freitag, 17. April 2026

Darthvaderiana blüht

Meine zuletzt erworbene Begonia darthvaderiana blüht. Und zwar richtig beeindruckend !

Ende Februar hatte ich noch vorsichtig formuliert:  „… laut Literatur soll sie mit erstaunlich großen, rosafarbenen Blüten überraschen – ein unerwartet freundlicher Kontrast zu ihrem düsteren Blattwerk. Mal sehen, ob ich das mal hinbekomme …

 

große, rosafarbene Blüte

 

Und jetzt - Mission accomplished ! 😀 Die Blüten sind aktuell live im Zoozimmer zu sehen und halten das, was die Literatur verspricht. Ein toller Kontrast der wirklich beeindruckt. Ganz so geradlinig war der Weg dahin allerdings nicht.

 

Begonia darthvaderiana mit Blüte

 

Mein erstes Exemplar (von Bens Jungle) hatte ich zunächst ins Greenhouse verfrachtet. Ich dachte, das sei genau das Optimum für die Pflanze. Rückblickend keine gute Idee. Die Darthvaderiana sah innerhalb kürzester Zeit maximal mitgenommen aus.

Also Rettungsaktion: Raus aus dem Greenhouse, rein ins Terrarium – vermutlich wirklich in letzter Minute. Aktuell gibt sie zumindest ein kleines Lebenszeichen in Form eines winzigen neuen Blatts von sich. Mehr ist es noch nicht, aber besser als nichts. Ob sie sich vollständig erholt, bleibt abzuwarten. An Blüten ist bei diesem Exemplar jedenfalls aktuell nicht zu denken.

 

Nummer 1

 

Meine blühende Pflanze ist Begonia darthvaderiana Nummer 2. Nummer 2 habe ich vor vier Wochen in den Niederlanden mitgenommen. Interessanterweise war sie beim Kauf praktisch identisch mit Nummer 1 – nur deutlich günstiger. Etwa ein Drittel des Preises. Das sorgt im Nachhinein schon für ein Stirnrunzeln in Richtung Onlinehandel. Falls ihr also selbst mit dem Gedanken spielt, mal eine Darthvaderiana  zu pflegen: Nummer 2 stammt aus dem grandios sortierten Plantencentrum in Velden – da standen vor vier Wochen noch einige rum.

Was bleibt ? Erst sah es nach Verlust aus – und jetzt ist es ein Moment, den man eigentlich konservieren möchte. Der passende Soundtrack dazu: „Photograph“ von Ed Sheeran.

Gruß

Frank 

 

Samstag, 28. Februar 2026

Begonia darthvaderiana – die dunkle Seite, aber pflegeleichter

Bei meiner neuen Begonie handelt es sich um eine Hybride aus der legendären Begonia darthvaderiana aus Sarawak und einer bislang unbekannten zweiten Art aus der Sektion Petermannia. Ganz genau weiß das niemand. Ihre genaue Abstammung liegt im Nebel der botanischen Geschichte verborgen. Fest steht jedoch: als das Original erst 2014 in den Nebeln der Regenwälder Borneos entdeckt und als Begonia darthvaderiana beschrieben wurde, war die Begeisterung groß.

Dunkle, samtige Blätter, ein Name mit maximaler Autorität und eine Erscheinung, die sofort klar machte: das ist keine gewöhnliche Begonie und zwar in jeder Hinsicht. Denn es stellte sich schnell heraus, dass sich das Original in Kultur ungefähr so nachsichtig verhält wie Darth Vader auf Ausreden - mit Null Toleranz. 

 

Begonia darthvaderiana 1

 

Deshalb begann man zu kreuzen und zu hoffen, dass am Ende etwas entsteht, das nicht bei jeder kleinen Störung zur dunklen Seite wechselt.

Meine Begonie ist nun das Ergebnis eines solchen Versuchs. Optisch steht sie der echten darthvaderiana jedoch erstaunlich nahe. Der Unterschied: ein etwas breiterer heller Blattrand und zufällig verteilte grüne Punkte – als hätte der Imperator persönlich ein paar zusätzliche Sternensysteme in die Galaxiekarte eingezeichnet. Das ist auch der Grund, warum die Kreuzung als Begonia darthvaderiana „Green Spots“ verkauft wird, streng genommen handelt es sich jedoch nicht um die reine Art. Man könnte deshalb sagen: offiziell imperiale Optik, technisch gesehen eine Allianzlösung.

 

Begonia darthvaderiana 2

 

Jetzt zur guten Nachricht: Sie ist deutlich robuster als das Original und verlangt im Gegensatz zur echten Begonia darthvaderiana keine permanente Überwachung durch einen Jedi-Meister (der ich in Sachen Pflanzenpflege definitiv auch nicht nur ansatzweise bin 😀). 

Die weniger gute Nachricht: Wohnzimmerpflanze wird sie trotzdem nicht. Ein Greenhouse oder Terrarium bleibt weiterhin Pflichtprogramm. Im Zoozimmer wird sie deshalb in das Greenhouse einziehen. 

Übrigens: laut Literatur soll sie mit erstaunlich großen, rosafarbenen Blüten überraschen – ein unerwartet freundlicher Kontrast zu ihrem düsteren Blattwerk. Mal sehen, ob ich das mal hinbekomme. 

Kurz gesagt: dramatisches Aussehen, aber deutlich weniger Diva als das Original.

Gruß 

Frank 

Samstag, 10. Januar 2026

Iwagumi

Heute hab ich mit netter Musik von Morgan Wallen das Iwagumi eingerichtet. Hübsch ist es geworden - auch wenn man das auf den Fotos leider überhaupt nicht sieht. In echt wirkt's.

  

eingepflanzt

Zum Einsatz kamen Black-Beach-Pebbles Steine, reichlich Micranthemum tweediei, etwas Eleocharis pusilla, Cryptocoryne spiralis „Red“ und aus dem Pott noch ein paar tapfere, aber sichtlich mitgenommene Reste von Cyperus helferi. 

  

Trockenlayout

Mir ist völlig klar, dass gerade das Micranthemum tweediei kein Selbstläufer sein wird. Aber: ich blase fett CO² ins Becken rein und die Chihiros Universal WRGB ist ein echtes Brett. Ihre Ausleuchtung ist kompromisslos gut. Dass man dabei an jeder Lichtfarbe einzeln schrauben kann, hilft eigentlich niemandem – außer meinem Spieltrieb. Ich bin jedenfalls schwer begeistert. 

Großes Lob in dem Zusammenhang an die First Lady, ohne deren Handy-App ich vermutlich immer noch im Dunkeln sitzen würde.

Jetzt heißt es abwarten. Mal sehen, wie mein allererstes Iwagumi in vier Wochen ausschaut. Ich werde berichten.

Frank 

 

Sonntag, 2. November 2025

meine tödlichste Pflanze

Welche Pflanze wirkt 100 % tödlich, wenn man fünf Minuten drunter steht ? 

Die Seerose 😊.

Von denen hab ich zwei im Gartenteich. Wenn man sie sich so anschaut, sehen sie gar nicht so gefährlich aus. Eher hübsch, rund und friedlich. Aber diese Pflanzen sind anders. Ganz anders !

Seerose Nummer 1 halte ich schon seit einigen Jahren. 2024 durfte sie dann von den Kübeln in den neu angelegten Gartenteich umziehen. Ein echtes Upgrade: von Einzimmerwohnung auf Villa am Seeufer. Seitdem schmollt sie. Keine Blüte, nichts. Wahrscheinlich weil sie umziehen musste. Und selbst vorher war sie mit Blüten geizig. Zwei Stück pro Jahr, wenn’s hochkommt ... wahrscheinlich aus Prinzip. 

 

Seerose Nummer 2 - rumdümpeln

 

Seerose Nummer 2 ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Dieses Jahr neu eingezogen und kaum angekommen, schon zwei Blüten rausgehauen – aber natürlich genau dann, als ich im Urlaub war. Kein Foto, kein Beweis, nur Zeugenberichte.

Ich unterstelle ihr das mit Absicht gemacht zu haben.Warum Absicht ?  Nun seit einigen Wochen hat sie erneut zwei Blüten ausgetrieben (nach denen ich jeden Tag sehnlichst schaue), die aber seitdem geschlossen an der Wasseroberfläche rumdümpeln und sich einfach weigern aufzugehen. Ich wette, sie wartet jetzt nur auf den ersten Frost, um diese Blüten dann ungeblüht abzuschmeisen und mir damit ihr „Hättest du mal gegossen“-Gesicht zu zeigen.

 

 

Seerose Nummer 2 - noch mehr rumdümpeln

 

Für mich hat sich dadurch das Image von einer hübschen, runden und friedlichen Wasserpflanze geändert. Seerosen sind nicht nur tödlich, sondern auch ziemlich passiv-aggressiv, launisch und verdammt nachtragend. 

Was lernen wir daraus ? Bleibt an Teichen lieber auf dem Steg 😉. 

Gruß 

Frank 


Samstag, 18. Oktober 2025

Pflanzenwelten

Seit ich im Frühjahr bei Bertil gewesen war, habe ich meine schüchterne Pflanzen-Pfleger Attitude, bei  der ich oft Angst hatte mehr kaputt als gut zu machen, abgelegt. Seitdem greife ich viel beherzter zur Schere. Und deshalb kommt mittlerweile auch viel mehr Licht in den unteren Schichten der Glaskästen an. In Kombination mit einigen neuen Pflanzenleuchten von Jungle Leaves hat das Zoozimmer am Elysium und an der Terrarienwand so seine Erleuchtung erfahren. 

Hier ein paar Impressionen dazu.

 

 

Elysium



Begonia vankerckhovenii



Fittonia albivenis mit Blüte




Geckobecken


Auch das Thema Wabi-Kusas läuft gut.  

 

Schreibtisch im Zoozimmer

Passend passend zur Dschungel-Atmosphäre des heutigen Postings spielt das Logitech Orchester den Jurrasic Park an 😀.  



Freitag, 10. Oktober 2025

Rückreise

Unser diesjährige Herbsturlaub ging - so wie die letzten Urlaubsreisen auch - zum Fernwandern in die Niederlande. Die abschließenden rund 120 Km  auf dem Pieterpad standen an. Das soll hier aber nicht das Thema sein, auch wenn ich tolle Bilder und wunderschöne Erinnerungen mitgenommen habe. 

 

Zielankunft am Pietersberg bei Masstricht

 

Nein, wir befinden uns im Zoozimmerblog und da dreht sich alles um die Heimreise, die – wie könnte es anders sein – Zoozimmerlike verlief. I couldn't resist 😀.

Vom Wander-Endpunkt Maastricht aus, ging es zuerst nach Heerlen zu Dutch Rana, dann nach Remscheid in die Zoobox und schließlich in unsere absolute Lieblingsbuchhandlung: Thalia in Bonn. 

Ja, war ich überall schon mehrfach gewesen, aber das sind einfach tolle Läden. 

Bei Dutch Rana habe ich mir eine Doppeldüse für ein Terrarium mit genommen und weil ich ohnehin schon mal da war, landeten gleich noch ein paar Bromelien in meinem Korb. Highlight sind dort ganz eindeutig die Show Terrarien vor Ort. 

 

Showterrarium 1


Showterrarium 2

Fortsetzung vom Pflanzen-Spaziergang dann in der Zoobox: für mich Schwimmpflanzen und für die First Lady eine Hygrophila lancea 'Araguaia'. Außerdem einen Waterbuddy für ihr PunsukeIch bin gespannt, wie das klappt mit der automatischen Wasserstandsregulierung.

Ja, und es  sind noch ein paar Hemirhamphodon tengah herausgesprungen. Ohne Fische gehe ich nicht aus der Zoobox raus 😀.

Eigentlich wollte ich vor Ort noch Soil von Tropica mitnehmen, aber nach einem charmanten Gespräch mit guten Argumenten entschloss ich mich was Neues zu testen:  RootMax von MasterLine. Masterline ist eh mein Standartdünger, schaun wir also mal wie das, anstelle von einem klassischen Soil, mit der Langzeitdüngung der Pflanzen klappen wird. Angedacht ist ein Umzug der Schneckenbuntbarsche ins Treppenhausaquarium und der Umbau ihres bisherigen Domizils in ein Iwagumi

Bei diesem Umbau ist mir natürlich vollkommen klar, dass ich das niemals so gut wie bei den Zoobox-Aquarien hinkriege, deshalb zeige ich hier noch ein paar Bilder von den Profis 😀.

 


Showaquarium 1
  


Showaquarium 2

 

Letzte Station auf unserer Rückreise war Thalia in BonnWas für ein Laden! In einem ehemaligen Kinosaal untergebracht, gibt es dort so viele Bücher, dass man fast den Überblick verliert. Wer also einen Abstecher nach Bonn macht, dem sei dieser Flagstore ans Herz gelegt – da lohnt sich jeder Umweg !

 

Thalia Flagstore Bonn

  

Ach ja, und mein Timing im Urlaub war wirklich perfekt: Schon auf der Rückfahrt fingen die Halsschmerzen an und jetzt sitze ich hier mit Fieber und Decke am PC, während ich versuche, diese Zeilen zu tippen, bevor ich mich gleich auf die Couch verkrümele. 😢

Gruß 

Frank 

 



Sonntag, 8. Juni 2025

neue Wabikusas

Das Thema Wabikusas hat mich richtig in seinen Bann gezogen, obwohl ich leider einen herben Rückschlag erlitten habe. Wir waren nämlich im Urlaub und da dachte ich, ich stelle das offene Wabikusa, mit den Carnivoren mal für eine Woche ins Greenhouse, da haben es die lieben Fleischfresser besonders warm und besonders feucht, also so richtig kuschelig ... die werden sich freuen ! 

Haben sie nicht.

Überhaupt nicht.

Nur eine einsame Pinguicula esseriana hat den Tropenschock überlebt und tapfer durchgehalten. Der Rest ... R.I.P. 😪. Das Greenhouse war wohl doch zu Hardcore. 

Aber ich gebe nicht auf, sondern ziehe meine Lehre daraus und pflege ab sofort nur noch geschlossene Wabikusas. Die nehmen einem auch mal eine kleine Auszeit nicht gleich übel.  

Und da mein offenes Wabikusa besonders ausladend gewesen war, wurde es jetzt durch gleich vier kleinere Wabikusas ersetzt. Als Gefässe hab ich dafür Einmachgläser verwendet, als Abdeckung Petrischalen. Gepflanzt wurde vorwiegend Moos, Micranthemum tweediei plus zwei kleinere Orchideen auf  Holz und kleinen Lavasteinen, eben Zeugs was noch so rumlag. Und zu den nun insgesamt fünf Wabikusas kam noch ein weiteres Glasgefäß mit super spannendem Inhalt auf den Schreibtisch hinzu, doch dazu in einem späteren Posting mehr. 

 

drei neue Wabikusas



ein neues Wabikusa (Vordergrund)

Mir gefällt es, denn vor meinem Monitor sieht es jetzt aus wie in einem tropischen Biolabor (so muss das sein 😉).

Nur einen Nachteil hat das Ganze: beim Home-Office wird es leider ziemlich eng. Das muss man dann halt unter das Motto 'Work-Life-Wabi-Balance" einordnen 😀. 

 

das 'Biolabor'

 

Bis zum nächsten Beitrag in dem es dann vorraussichtlich um dieses eine Glas geht: Inhalt geheim, aber so viel sei verraten: Es lebt. Und es bewegt sich 👀.

Frank 

 

 

Samstag, 22. März 2025

Wabi-Kusas

Ich habe in 2025 neben dem Greenhouse noch ein zweites Projekt gestartet: die Wabi-Kusas. Die sind derzeit im Aquaristikhobby voll im Trend.

Die Idee und der Name dazu stammen aus Japan. Im Grund handelt es sich bei einem Wabi-Kusa um eine Art Miniaturgarten, der in einem Gefäß (meistens aus Glas) angelegt wird und aus verschiedenen Pflanzenarten und Moosen plus diversem Kleinkram, wie Holz oder Steinen, besteht

 

 

Wabi-Kusa breit  - Albert hat alles im Blick


Sieht ziemlich schick aus, wenn man es gut macht. Und so werden auf den einschlägigen YouTube-Kanälen mittlerweile teure Designer-Gläser mit kunstvoll arrangiertem Grün befüllt und zu Kunstwerken stilisiert. 

 

 
Wabi-Kusa breit 


Nun habe ich es ja mit dem Aquascaping nicht so, aber als mir durch Zufall auf dem Speicher zwei größere Blumenvasen (eine hoch, eine breit) in die Hände gefallen sind, da dachte ich - jetzt gilt's ! Und wenn schon low budget mit Fundstücken vom Speicher, dann auch richtig. Ich habe im Wald eine annehmbare moosbewachsene Wurzel gefunden und im Keller ein paar Lavabrocken von irgendwelchen früheren Projekten ausgegraben. Als Invest noch zwei Pflanzenleuchten beim Gemischtwarenhändler aus Seattle bestellt, den Schreibtisch als zukünftigen Wabi-Kusa Standort leer geräumt und schon konnte es losgehen. 


erster Versuch


Der erste Versuch? Klassisch daneben. 😔 Aber da war ich selber Schuld. Denn für  die breite Vase gibt es einfach keinen entsprechenden Deckel und damit es nach was aussieht, muss der eingebrachte Kleinkram sowieso über den Rand des Gefässes hinausragen. Kurzum, die im ersten Versuch eingebrachten in vitro Wasserpflanzen haben es nicht überlebt und sind nicht angewachsen. Die kümmerlichen Reste wurden in den Brummer überführt.

 

 

Wabi-Kusa hoch am Brummer


 

Und das, obwohl ja fast alle Aquarienpflanzen eigentlich Sumpfpflanzen sind und auch emers wachsen können - hat den von mir erworbenen Pflanzen wohl keiner im Vorfeld mitgeteilt 😑. 

Und auch, obwohl ich mir alle Mühe gegeben habe und jeden Tag ordentlich mit meinen Handvernebler gesprüht habe. 

Und sowieso, weil ... Schluss mit Rechtfertigungen.

 

Wabi-Kusa hoch 

 

Es wurde ein nächster Versuch gestartet. Und siehe da, jetzt läuft's. Ich habe die Mannschaft ausgetauscht und es sind Karnivore Pflanzen von meinem Lieblingsgärtner eingezogen, nämlich Sonnentau, Utricularium und Mexikanisches Fettkraut (Pinguicula esseriana). Dazu noch zwei Tillansien ... es darf gern auch mal ein bisschen farbig sein. Apropos Fettkraut - bei mir brauchen die Karnivoren nicht hungern, denn hier läuft immer mal wieder eine ausgebüchste Drosophila vorbei, die jetzt als Futter im breiten Wabi-Kusa enden könnte. 

Auch beim hohen Wabi-Kusa hatte ich zunächst meine Probleme. Hier ist das Glasgefäß abgedeckt, was jedoch aufgrund zu hoher Luftfeuchtigkeit im Gefäß anfänglich zu Schimmelbildung führte. Aber das hat sich mittlerweile von selbst reguliert.

Im hohen Glas fahre ich den klassischen Stil: viel Moos auf Holz (die Waldwurzel hat leider noch nicht ihr frisches Grün zurückerlangt), dazu ein kleiner Farn und Macravia aus meinen Terrarien. Eine Cryptocoryne aus dem Punsuke der First Lady rundet das Ganze ab. Und hier gibt es auch Tierbesatz - Springschwäntze sorgen für die Abfallbeseitigung. Fazit: Funktioniert.

Wer sich jetzt inspiriert fühlt, soll es ruhig mal wagen. Es ist gar nicht so schwer und man muss auch nicht teure Gläser oder Leuchten verwenden, so was klappt mit Bordmitteln. 

 Gruß Frank






Sonntag, 9. März 2025

Schlange im Haus ? Die Black Cobra !

Es gibt ja so Klischees über Terraristik-Fans. Die meisten Leute denken: „Wer Reptilien hält, hat bestimmt Schlangen.“ Und die ganz Mutigen setzen noch einen drauf: „Der hat bestimmt Giftschlangen !“ Wurde mir auch schon unterstellt. 

Aber jetzt mal Klartext: Schlangen ? Ich ? NIEMALS! Die gruseln mich. Und zwar total 😟.

Und trotzdem – haltet euch fest – hab ich mir jetzt eine Black Cobra zugelegt. 😏 Doch bevor meine Nachbarn jetzt panisch das Mietrecht googeln: Entwarnung! Die Black Cobra ist keine Schlange, sondern eine unglaublich schöne Pflanze aus der Familie der Alocasien. Und ja, sie sieht mindestens genauso beeindruckend aus wie ihr schuppiger Namensvetter, nur eben ohne das „Ich-verfolge-dich-in-deinen-Albträumen“-Potenzial.

 

Black Cobra am Teich
 

Eigentlich hatte ich ja ein Auge auf die Alocasia macrorrhizos ‚Black Stem‘ geworfen. Doch mit einer Wuchshöhe von fast zwei Metern? Das Haus ist doch eher so vom Format 'Grünes Dschungelparadies' und nicht 'Jurassic Park' ... leider 😊. Meine Black Cobra hingegen bleibt mit handlichen 50-55 cm schön kompakt und passt notfalls auch ins Greenhouse. Und optisch? Super !  😍

 



Wo gibt’s solche Schmuckstücke? Natürlich bei Exotenherz, DEM Händler meines Vertrauens ! Also, liebe Nachbarn: Kein Grund zur Sorge – kein Zischen, kein Biss, nur pure Pflanzen-Schönheit. 😉. 

Passend zu diesem Posting noch ein Musiklink:  The Woods von Hollow Coves.

 

Frank

 

Sonntag, 9. Februar 2025

das Greenhouse-Projekt

Es hat sich länger hingezogen als gedacht, aber jetzt ist es abgeschlossen. Das neueste Projekt im Zoozimmer steht: das Greenhouse. 

Ich war in 2024 offenbar komplett übermütig und habe mir ein paar süße kleine Pflänzchen angeschafft, die - so unschuldig sie auch wirken – zu echten Urwaldriesen mutieren können. Natürlich nur, wenn sie gut versorgt werden.

Dumm nur, dass insbesondere zwei meiner grünen Freunde, die Anthurium veitchii und die Anthurium warocqueanum Dark Narrow Form, anfangs eine ausgeprägte Abneigung gegen unser halbdunkles Badezimmer hatten. (Warum ? Keine Ahnung. Vielleicht schlechte Erfahrungen im früheren Leben ? 😉). Deshalb sind beide im Herbst in die Terrarien umgezogen und haben sich dort berappelt. 

Hhm ... und damit haben wir gleich das Problem auf dem Tisch: die Terrarien im Zoozimmer sind leider nur endlich hoch. Kein Problem: Kreativität ist meine Leidenschaft, also bin ich auf die Idee gekommen, ein Greenhouse an der Stelle aufzubauen, an der bislang das Miststück .... ähm ... ein weniger erfolgreiches Projekt ... sein Unwesen trieb. 

Sich ein Greenhouse in die Wohnung zu stellen ist eigentlich gar nicht so selten - zumindest unter den Pflanzenverrückten im Internet. Klassischerweise macht man das mit einer Vitrine von IKEA und ein bisschen Bastelzeug plus jede Menge Geduld. Das war dann mit Anleitungen via YouTube für handwerklich Unbegabte wie mich (in Kombination mit der handwerklich geschickteren First Lady) machbar. Hier mal der Link zu der aus meiner Sicht besten do it yourself Lösung

Anfang Januar sind dann Stück für Stück die benötigten Sachen eingetrudelt, mit denen ich nebenbei die Weltwirtschaft angekurbelt habe. IKEA, der Gemischwarenhändler aus Seattle und China haben sich sicherlich über meine Idee eines Greenhouses gefreut. Folgendes wurde verbaut:

  • Vitrine Milsbo, Peckboard und Halter für das Peckboard, Gitterboden von IKEA
  • Pflanzen-Leuchten, Vernebler, Rückwandfolie, Fensterdichtungen, Ventilatoren und Magnethaken von AMAZON
  •  Pflanztöpfe und Kunstpflanzen von TEMU (ja, auch Fake-Pflanzen dürfen bei mir immer mitspielen)
  • schwarze Farbe und Winkelstücke GARAGENFUND

 BÄM ! Und so sieht es jetzt aus. Mir gefällt es sehr. 

 

Greenhouse  

 

Seitenansicht

 

 

im Verneblernebel :-)

Jetzt müssen nur noch meine grünen Babies sich wohlfühlen. Das tun sie bestimmt, denn die ganze Woche läuft hier schon mein neues Lieblingslied rauf und runter 😊.  Und falls die Babies irgendwann der Meinung sind, dass die 170 cm Höhe der Milsbo Vitrine nicht reichen … tja, dann habe ich ein neues Problem. Aber das ist Future-Frank’s Sache. 😆


Gruß 

Frank

 

Sonntag, 2. Februar 2025

die Blattmanufaktur

Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem geeigneten Substrat für meine grünen Mitbewohner, denn mein seit Dezember laufendes Mammutprojekt (na ja, vielleicht eher ein Mini-Mammut) ging auf die Zielgerade und dazu brauchte ich ein entsprechendes Pflanzsubstrat. 

Ich kann es jetzt ja sagen, auch wenn ich noch keine Bilder zeigen werde, denn ein Detail (die Rückseite der Außenwand) fehlt leider immer noch: ich habe an den letzten Wochenenden eine Glasvitrine zu einem kleinen Gewächshaus umgebaut - meinem Greenhouse 😀 - stilecht mit der IKEA MILSBO.

Aber davon an anderer Stelle, denn ich wollte heute ja was zum Pflanzsubstrat loswerden. 

Also - schon seit längerem stalke ich botanisch die Blattmanufaktur auf Instagram und bei näherem Hinsehen, hab ich dort gesehen, dass die einen Aroid Mix im Web Shop haben, der auf Monstera, Philodendron und Co.abgestimmt ist. Genau das was ich suche. Und was passiert dann noch ? Der Algorithmus hat meine Schwäche gerochen und mir eine Philodendron gloriosum 'Dark Form' vor die Nase gehalten. DIE Pflanze, nach der ich schon lange gesucht habe ! Yipieh ! 🥳

Bestellung rausgehauen, netten Mail-Kontakt mit Patrizia von der Blattmanufaktur gehabt (top !) um den Versandtag abzuklären (ich musste das mit einem Tag Home-Office meinerseits kombinieren, damit die Pflanzen bei den aktuellen Temperaturen sich keine Frostbeulen holen, während sie auf meine Heimkehr warten) ...  ja und dann begann das Warten. Und das verlängerte Warten.

 

Lieferung angekommen

 
in Watte gepackt

Die Lieferung hat sich nämlich um einen Tag verzögert, da DHL mal gerade gestreikt hat ... grrrr 😤 ... aber es ist trotzdem alles gut gegangen. Und als ich die Pflanzen (neben dem Philodendron gloriosum hab ich auch noch eine Syngonium podophyllum 'albo variegata' mitbestellt), dann ausgepackt habe, war ich echt begeistert, denn sie sind wunderschön. Und so top wie die verpackt waren, hätten die auch  wahrscheinlich eine Arktis-Expedition überstanden. 

 

grüne Babies
 

Deshalb an der Stelle noch mal meinen herzlich Dank an Patrizia und die Blattmanufaktur. 

Jetzt müssen die grünen Babys nur noch prächtig wachsen – und ich die Rückwand meiner Vitrine endlich fertigstellen. Dann gibt’s auch Fotos! Bis dahin: Stay rooted !


Gruß 

Frank


Donnerstag, 16. Januar 2025

Aphelandra squarosa blüht

Die wollte ich noch schnell zeigen. Sie blüht seit über einer Woche in einem der Terrarien, meine Aphelandra squarosa ... wunderschön, finde ich ! 

 

Aphelandra squarosa 1


Aphelandra squarosa 2

Frank

Samstag, 14. Dezember 2024

Winter am Teich

Eine Eisschicht überzieht den Teich, so dass ich es mal gewagt habe, die Kamera genau dort abzulegen und Bilder zu machen. Coole Sache ! Seit ich den Filter ausgebaut habe, hat er sich ein ganz klein wenig eingetrübt, aber für mich kein Grund zur Beunruhigung. Ich bin gespannt wie das im Frühjahr wird, wenn ich die Technik wieder anwerfe.

 

Eisschicht


Noch cooler als die Eisschicht allerdings sind die Schlauchpflanzen am Teichrand. Die stehen da - mitten im Winter - als wollten sie sagen: „Minusgrade? Pah, wir kommen aus Kanada, wir lachen darüber !“ Das hätte ich nicht gedacht, dass sie die kalten Tage so wegstecken.

 

Sarraceniaart am Teichrand

Falls ihr auch solche frostresistenten Helden wollt, meine stammen von Exotenherz. Kann ich nur empfehlen.

 

Gruß 

Frank

Montag, 23. September 2024

die kleine Kämpferin und wie es weiterging

Was ist eigentlich aus der kleinen Kämpferin geworden ? So sah sie vor ziemlich exakt drei Monaten aus - meine erste Alocasia frydek, mein erstes exotisches Aaronstabgewächs überhaupt. 

 

nur noch ein Blatt

 

Im Juli hatte ich sie abgeschrieben, aber dann kam die große Umtopf Rettungsaktion. Und nun ? 

Aus der kleinen Kämpferin ist eine wunderschöne Pflanze geworden. Sie hat den ihr angebotenen Xaxim Topf mehrfach durchwurzelt und ist nun fast schon zu groß geworden für ihr Terrarium. 

 

drei Monate später
 
 
Deshalb ist sie am Wochenende ins Elysium umgezogen. Ich hoffe, sie verzeiht mir das, denn dort ist es nicht mehr ganz so hell wie gewohnt. Aber hey, kleine Kämpferin, du machst das !


Gruß

Frank



Montag, 9. September 2024

Jungle Leaves

Auch wenn es jetzt vielleicht klingt, als würde ich heimlich für „Jungle Leaves“ Werbung machen und auf deren Jungle-Leaf-Payroll stehen – sorry, da muss ich euch enttäuschen. Was ihr hier gleich zu lesen bekommt, ist pure, ungefilterte und unbezahlte Begeisterung in ihrer wildesten Form.

Also stellt euch vor: wir machen einen Kurzurlaub in Holland, wandern ein bisschen in zwei Nationalparks rum, alles ganz entspannt, gaaaanz tiefes Durchatmen – und was machen wir danach? Klar, wir besuchen eine Gärtnerei! Aber nicht irgendeine. Nein, wir besuchen „Jungle Leaves“ – und Leute, ich sag's euch, das war der absolute Oberhammer!  

 

Eingang zu Jungle Leaves

Die haben dort zwar keine riesigen Gewächshäuser (im Grunde haben sie nur eines), dafür ist dieses Gewächshaus, sowie die angrenzenden Räume und das Außengelände mit exotischen und seltenen Pflanzen vollgestopft von denen ich noch nie was gehört hatte. Das ganze Ding ist wie ein Dschungel auf Steroiden ... ich hatte schon ein bisschen Schnappatmung nach all der Erholung 😁 und befand mich direkt im Pflanzen-Jetlag.

 

Dschungel auf Steroiden


im Pflanzen-Jetlag

 

Was hab ich - trotz Jetlag - mitgenommen ? Eine kleine Anthurium veitchii – klein und süß. Aber ich weiß genau: in ein paar Monaten werde ich mich fragen, wo zum Henker ich den Monsterpflanzen-Mutanten mit seinen riesen Blättern unterbringen soll. Tja, zu spät! Could not resist.

Außerdem waren in der Terrarienwand drei Lampen futsch, da habe ich die Gelegenheit genutzt und nun mit den Grow lights von Jungle Leaves nachgerüstet. Die machen ein tolles Licht, wie man schon am Schauterrarium im Ladengeschäft sehen kann. Die Frösche hier im Zoozimmer strahlen jedenfalls aktuell in völlig neuem Glanz 😆.

 

Schauterrarium im Ladengeschäft

 

Wie bin ich überhaupt auf die Idee gekommen nach Herlen zu fahren ? Logo – YouTube. Ich hab den Kanal von Jungle Leaves abboniert und dachte mir: „Ach, das sieht ja ganz nett aus.“ Aber Leute, lasst euch gesagt sein: Was Ihr auf einem Monitor seht und was Ihr dann dort in echt erlebt – das sind zwei völlig verschiedene Universen. Jedenfalls, ich war restlos begeistert – und das ist noch untertrieben!

Der einzige Haken an Jungle Leaves ist diese Wegstrecke: Herten liegt hin und zurück 740 Km von hier entfernt, da kann man nicht einfach mal so vorbeifahren. Dieser Haken ist aber wiederum klein, denn: die haben einen Webshop 😀.

Trotzdem - falls ihr mal in der Nähe seid, meine Empfehlung: Schaut rein! Es lohnt sich.

Gruß 

Frank


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