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Sonntag, 5. Juli 2026

Nachwuchs

Es gab Nachwuchs. Eines meiner Mesonauta egregius Pärchen hatte sich in den vergangenen Tagen  etwas Abseits im Pott positioniert und vorbeischwimmende Fische mehr als sonst angepöbelt. Außerdem waren die beiden  in absoluter Prachtfärbung unterwegs. Jetzt weiß ich auch warum.

Als ich am Donnerstagabend ins Zoozimmer kam, hat mich fast der Schlag getroffen: Geschätzt über 200 Jungfische wurden fein säuberlich vom Elternpaar mitten durch den Pott eskortiert. Aus  Rumgestänkere war plötzlich knallharter Elternschutz geworden.


Mesonauta egregius Pärchen mit Jungfischen


Und als ich dann – zugegeben nicht meine hellste Idee – mal vorsichtig den Finger ins Becken gehalten habe, wäre im Pott beinahe der Dritte Weltkrieg ausgebrochen. Ich hatte kurz den Eindruck, die beiden wollten mich persönlich aus dem Aquarium entfernen.  Respekt vor so viel Courage !

 

Absicherung nach allen Seiten

 

Einerseits freut es mich ja, dass es den Mesonauta augenscheinlich so gut geht, dass sie sich vermehren ... anderseits war ich leicht panisch - was soll ich mit 200 Flaggenbuntbarschen anfangen ? Insbesondere vor diesem Hintergrund ! 

 

Mama Flaggenbuntbarsch mit Nachwuchs

 

Zum Glück (oder Pech – je nach Blickwinkel) hat sich das Problem ziemlich schnell von selbst erledigt. Bereits am Freitag war der Jungfischschwarm deutlich geschrumpft und heute, während ich diesen Beitrag schreibe, ist keiner mehr zu sehen. Vermutlich wurden die Kleinen von der Strömung verdriftet und sind anschließend vom Rest der Belegschaft verputzt worden. Das ist die Natur: hart, aber effektiv.

Klar, ich hätte die Jungfische herausfangen und separat aufziehen können. Aber ganz ehrlich: Perspektivisch möchte ich den Bestand eher abgeben als vervielfachen. Deshalb sorgt es bei mir gerade nicht unbedingt für Entspannung, wenn ich sehe, dass mein zweites Mesonauta-Pärchen auf der anderen Seite des Potts seit gestern mit Hingabe die große Wurzel putzt und dabei exakt dieselbe intensive Färbung zeigt wie ihre Kollegen ein paar Tage zuvor. 

Ich ahne Böses.

Falls jemand  an Mesonauta egregius Interesse haben sollte - bitte melden ! 

Gruß

Frank 

  

Freitag, 29. Mai 2026

Aquadozoo

Im Rahmen unserer Urlaubsreise ging es nicht nur nach Hannover, sondern auf dem Rückweg auch noch  ... ganz zufällig ... auf einen Abstecher nach Dortmund.

In einen Aquaristikladen.

Logo.

Die Wahl fiel dabei auf den Aquadozoo. Aufmerksam geworden bin ich auf das Geschäft über YouTube. Die beiden Mitarbeiter dort – einer groß und plüschig, der andere klein und bärtig – erklären Aquaristik so sympathisch und unterhaltsam, dass man automatisch Lust bekommt, sofort noch ein Aquarium aufzustellen. Oder drei 😀.  Doch nicht nur YouTube hat mich verleitet dort mal kurz Station zu machen, nein, das Geschäft selbst bietet mit rund 300 Verkaufbecken eine beeindruckende Auswahl an Süßwasserfischen. Also rein in den Aquadozoo.

  

Schaubecken 1

Insgeheim hatte ich ja gehofft,  meinen schon seit Monaten geplanten Besatz für das Garnelenbecken zu finden ... Pseudomugil gertrudae vom Standort Aru IV ... hatten sie aber nicht. Dafür hab ich ihre letzten fünf  Kielbauchbärblinge mitgenommen und in meinen Schwarm im Brummer integriert. Auch schön.

  

große Auswahl an Süßwasserfischen

Der Aquadozoo ist wirklich üppig sortiert, wie man an den Bilder sehen kann. Außerdem gibt es alles, was man so braucht vom Aquarium für Anfänger bis zum eigenen Futter. Und im Geschäft verteilt findet man einige sehr schön bepflanzte Schaubecken. 

 

Schaubecken 2

 

Am meisten beeindruckt hat mich aber tatsächlich das Personal vor Ort. Die waren alle genauso entspannt und sympathisch drauf wie die beiden aus den Videos. Wirklich eine super nette Truppe dort.

Schade dass Dortmund so weit entfernt von Zweibrücken ist , sonst würde ich vermutlich regelmäßig „nur mal kurz gucken“ fahren. Und nicht nur die First Lady weiß, wie diese Ausrede endet. 

Wie in letzter Zeit üblich, soll auch dieses Posting nicht ohne den aktuell im Zoozimmer laufenden Musiktitel enden: Hold the Line von Toto

Gruß 

Frank 

Samstag, 24. Januar 2026

Iwagumi in der dritten Woche

Ich hätte ja gern geschrieben, dass hier alles wächst und gedeiht. Aber wenn ich ehrlich bin: Das Iwagumi will einfach nicht so richtig zünden. Vom Micranthemum tweediei hätte ich mir gewünscht, dass es mehr Gas gibt. Aktuell zeigt es Standgas, auch wenn Licht und CO² meiner Meinung nach passen. 

 

Standgas

Eventuell war es doch keine Glanzidee, auf den Zoobox-Mitarbeiter zu hören und RootMax von MasterLine statt klassischem Soil zu nehmen. Micranthemum tweediei ist nämlich nicht gerade die pflegeleichteste Wasserpflanze - was mir beim Kauf aber durchaus bewusst gewesen war. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu ungeduldig. Wir beobachten das also mal weiter.

 

Gesamtansicht Iwagumi

 

Einen echten Volltreffer habe ich dafür mit der inzwischen eingezogenen Cleaning Crew gelandet. Ein gutes Dutzend quietschroter Neocaridina heteropoda räumt zuverlässig auf, arbeitet fleißig und sieht dabei auch noch umwerfend gut aus. 


Neocaridina heteropoda 1


Neocaridina heteropoda 2

Fische sind ins Iwagumi noch keine eingezogen. Hier suche ich einen Schwarm Pseudomugil gertrudae Aru IV ... aber wir haben Zeit - ist ja nicht so, als ob es im Zoozimmer nicht genug andere Fische zu bestaunen gäbe 😃.

Gruß

Frank  

  

  

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Blick auf die Schneckenbuntbarsche zum Jahreswechsel

Am letzten Tag des Jahres möchte ich noch ein paar Eindrücke der Schneckenbuntbarsche mit euch teilen, die gestern in ihr neues Zuhause eingezogen sind. Es scheint, als hätten sie sich schnell eingelebt – ihr Verhalten zeigt das jedenfalls.

Auch wenn sie sich bislang noch nicht in typische Buddelaktivitäten vertieft haben, könnte das am neuen Bodengrund von „Back to Nature“ liegen, der im Vergleich zum reinen Sand des alten Beckens relativ viele Steinchen enthält.

 

neues Schneckenbuntbarschbecken


Gesamtansicht


Währenddessen wartet ihr früheres Schneckenbuntbarschbecken darauf, neu eingerichtet zu werden. Leider wird das noch mindestens bis zum 05.01.2026 dauern, weil ich erst erst dann mein Wunschhardscape in die Finger bekomme. Das passende technische Equipment – eine Chihiros LED-System Universal WRGB – ist jedoch bereits aus der Zoobox eingetroffen. Ein echtes Highlight! 😀

 

 

Chihiros LED-System Universal WRGB

Bevor ich mich nun gleich auf den Weg zur nachbarschaftlichen Silvesterspieleparty mache, möchte ich euch allen, meinen treuen Lesern, einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. Möge 2026 euch Glück, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit bringen. Lasst es euch gut gehen. Ich freue mich, auch im kommenden Jahr wieder von mir hören zu lassen.

Frank 

 

Sonntag, 16. November 2025

Nachwuchs im Zoozimmer

Nach längerer Pause heute mal wieder was Fischiges aus dem Zoozimmer. Fast Nachwuchs und Nachwuchs. 

 

Fast Nachwuchs
 

Zuerst zum Nachwuchs. Ich bin mir gar nicht sicher, ob wir es dabei mit einer Zoozimmererstnachzucht zu tun haben oder ob die Dorsiocellata sich früher in anderen Aquarien schon mal vermehrt hatten. Im Verlauf von bald vier Jahrzehnten Aquarianderleben kann man schon mal leicht die Buchführung verlieren 😏.

 

Brevibora dorsiocellata in allen Größen

 

Jedenfalls habe ich mehrere Dutzend Jungfische in allen Größen hier im Block rumschwimmen und die Alttiere sind nach wie vor in Laichstimmung. Die leicht orangenen Männchen-Streifen sieht man auf den Fotos natürlich nicht – schwer, wenn man die Truppe mit Futter an die Frontscheibe lotst und sie dann wie Torpedos durchs Becken schießen, aber orangene Streifen sind ein sicheres Zeichen, dass die Jungs mehr als Futter wollen 😊.

 

Männchen direkt hinter einem Weibchen

 

Und beinahe hätte es dann doch eine echte Zoozimmer-Erstnachzucht gegeben. Die Mesonauta hatten erstmals gelaicht ! Da war richtig Alarm im Pott kann ich Euch sagen 😆.

 

Drohgebärden gegenüber dem Fotografen

 

Über ein Gelege sind sie jedoch nicht hinaus gekommen ... Gott sei Dank nicht, denn was hätte ich mit einer vielleicht dreistelligen Zahl gefrässiger Mesonautas anfangen sollen ... HILFE ! 😆.

 

Gelege

 

In diesem Sinne. Lasst es Euch gut gehen beim Sonntagsbraten. 

 

Gruß Frank 

 

 

 

Donnerstag, 21. August 2025

Schöne Flossen, dunkle Seiten - Mesonauta egregius

Ich hatte ja schon seit längerem angekündigt, Bilder der Mesonauta egregius einzustellen, die ich im April bei Fishtopia erworben hatte. Heute ist es soweit – Bühne frei. 

Beschreiben wir es mal so. Als ich am 2. Mai meinte: „… ich habe ein paar neue Hauptdarsteller für den heimischen Pott eintüten lassen …“, hätte ich nicht gedacht, wie treffend diese Bezeichnung werden würde. 

 

Hauptdarsteller

 

Hauptdarstellerin


Denn die Mesonauta sind richtig schön geworden. Sie haben sich farblich prächtig entwickelt, sind beeindruckend gewachsen und lassen sich nicht mal von den größeren Skalaren auf der Nase herumtanzen. Stattdessen: großes Barsch-Kino mit Revierkämpfen der Paare, die sich gefunden haben und jeder Menge Action – ganz so, wie man es von Buntbarschen erwarten darf.

 

Barsch-Kino mit Revierkämpfen

 

Sie sind ohne Zweifel zu den prägenden Flossenträger im Becken herangewachsen, mit dem klaren Anspruch, die einzigen echten Stars zu sein. Aber – jeder Star hat auch seine Skandale.  

Es gab nämlich - trotz Sterchenglamour - Momente, in denen ich meine Entscheidung, Flaggenbuntbarsche anzuschaffen, bereut habe. 

Die haben sich an den Rotkopfsalmlern vergriffen !! 

Und das mehr als einmal !!!

Viermal musste ich bislang sehen, wie einem Mesonauta noch die Schwanzflosse eines kleineren Rotkopfsalmlers aus dem Maul hing 😪. Ob’s ein Einzeltäter war oder organisierte Kriminalität, weiß ich nicht. Aber vermutlich blieb es nicht bei diesen vier Vorfällen.

 

Tatort Pott

 

Was hab ich getan: auf mehrmaliges Füttern am Tage umgestellt (soweit das zeitlich realisierbar war) und darauf gehofft, dass es nicht auch die größeren Rotkopfsalmler trifft.  Ich glaube, das hat geholfen, denn  seit 2 Monaten habe ich keine weiteren Vorfälle beobachtet. Auch habe ich nicht das Gefühl, dass sich der Schwarm der Rotkopfsalmler weiter verkleinert. 

 

Füttern für die Rotkopsalmler

 

Hoffen wir, dass es so bleiben wird. In diesem Sinne Euch eine gute Zeit - bleibt friedlich da draußen. 

Frank 

 


Freitag, 2. Mai 2025

Nachtrag: Südwestdeutschland in 800 km

Letztes Wochenende stand eine kleine Südwestdeutschlandrundfahrt auf dem Plan – knappe 800 km im Auto abgesessen (mein Rücken sagt Danke 😑).

Hauptziel war dabei die Spezi 2025 in Lauchringen – DIE Spezialradmesse in Europa für alles, was etwas abseits der normalen Fahrradkultur liegt. Traditionell am letzten Aprilwochenende stattfindend, hat sie ihre ganz eigene Atmosphäre: überall Liegeräder, Lastenräder, Velomobile und kreative Mobilitätsideen. Ich mag das einfach. Es riecht so nach Abenteuer, Gummi und einem Hauch Weltverbesserung 😀.

Und natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, wieder einmal in meinem Traumvelomobil – dem WAW von Katanga – Probe zu sitzen. Totales Raketenfeeling !  Schmacht ❤️ 

 

im WAW
 

Auf dem Heimweg gab’s dann noch einen kleinen Umweg über Ilsfeld – denn wenn man schon unterwegs ist, kann man ja auch gleich ein paar neue Hauptdarsteller für den heimischen Pott eintüten lassen. Bei Fishtopia gibt es nämlich gerade eigene Nachzuchten an Flaggenbuntbarschen – genauer gesagt den Mesonauta egregius.

Flaggenbuntbarsche standen schon lange auf meiner Wunschliste, sie passen einfach super zu Skalaren. Meistens bekommt man allerdings nur Mesonauta festivus angeboten, der ausgewachsen mit seinen über 15 cm doch eher in die Kategorie Speisefisch fällt. Die etwas zierlicheren M. egregius (immerhin auch bis zu 12 cm Endgröße) eignen sich da schon deutlich besser für's Zoozimmer.

Leider bin ich noch nicht dazu gekommen Bilder meiner acht Neuankömmlinge zu machen. Dafür hier ein kleiner Eindruck aus dem Verkaufsbecken, aus dem die Neuankömmlinge stammen.


Verkaufsbecken

Wenn die mal ausgewachsen sind und so schön wie ihre Eltern werden – dann wird das im Pott ein Fest sein.  


Elterntier

Bis bald und musikalische Grüße aus dem Zoozimmer.


Frank

 

Freitag, 7. März 2025

Der älteste Aquarienfisch ...

... den ich je gepflegt habe, ist ein Axelrodia riesei, also ein Roter Pfeffersalmler. Heute ist es mir endlich gelungen, ihn mit der Kamera einzufangen – eine kleine Momentaufnahme seines langen Lebens. Er ist scheu, kommt nur zur Fütterung kurz aus dem Dickicht der Anubias hervor, die das Salmlerbecken längst in einen dichten, grünen Dschungel verwandelt haben.

Das Becken in dem er sich befindet hab ich mal scherzhaft als Altersheim bezeichnet, da dort neben den letzten Pfeffersalmlern noch die letzten Roten Neons und die aus dem Pott genommenen auch alt gewordenen Amapa Glühlichtsalmler ihr zu Hause gefunden hatten. Die Amapa haben das mit dem Altersruhesitz jedoch nicht so ganz verstanden und sich lustig dort vermehrt, ihre Jungen tummeln sich nun unbekümmert zwischen den alten Kameraden.

 

der älteste Aquarienfisch 

 

Nicht so meine beiden Veteranen. Der Rote Pfeffersalmler und der Rote Neon – sie sind die letzten ihrer Art. Die Letzten aus einer Zeit, die längst vergangen ist. 

Ich habe mal nachgeschaut, die Pfeffersalmler schwammen schon in meinen Becken, als der Zoozimmerblog 2009 online ging. Das heißt, der Fisch ist älter als 16, ja wahrscheinlich schon an die 18 Jahre alt. Das Internet sagt, dass sie eine Lebenserwartung von etwa drei bis fünf Jahren in einem gut gepflegten Aquarium haben. Mit etwas Glück könnten sie gelegentlich auch ein bißchen älter werden. Aber er .... Wahnsinn ! 

 

Axelrodia riesei

 

Man sieht ihm sein Alter deutlich an: verkrümmte Wirbelsäule, langsames Schwimmen, sehr versteckte Lebensweise ... er weiß um sein Alter und seine Gebrechlichkeit. Und doch ist er noch da. Vielleicht noch für ein paar Tage, vielleicht für ein paar Wochen oder Monate. Jeder Tag mit ihm ist ein Geschenk.

Frank

Donnerstag, 2. Januar 2025

der falsche Frank Decker

Neues Jahr, neue Fische ! Oder besser gesagt: neues Drama ! Ich habe seit Längerem wieder Schokoguramis im Auge, also habe ich vor Weihnachten bei Aquaristik-Partner (wo ich schon einige Male Tiere gekauft hatte) mal einen Blick auf die Stockliste geworfen und – Trommelwirbel – tatsächlich welche entdeckt ! Und das Beste: Ich konnte zwei Paare telefonisch reservieren, die ich bis zum 04.01. abholen wollte. Perfekt, dachte ich, damit wird 2025 aquaristisch schon mal ein guter Start.

Und wie das so ist, wenn man was haben will, versucht man es so schnell als möglich zu erhalten. Also habe ich mich heute nach dem Büro noch fix ins Auto geschwungen und bin die 100 Kilometer nach Lampertheim gedüst, um meine Schokoguramis zu schnappen. Doch was passiert, als ich im Aquarienkeller von Aquaristik-Partner stehe ? Keine Guramis mehr da!

Was war passiert ? Ein etwas zerknirschter Verkäufer berichtete mir, dass er das Becken mit den zwei Paaren Fischen schön brav beschriftet hatte – „Zwei Paare reserviert für Herrn Decker bis 04.01.“ Vergangene Woche kam dann vor Ort ein Kunde an und hat sich einfach mal als „Frank Decker“ ausgegeben und so MEINE Fische kurzerhand eingesteckt ! Ich dachte, ich hör nicht richtig !

Aber bevor ich hier in einen Wutanfall ausbreche, muss ich sagen: Der Name Aquaristik-Partner hat  wirklich Bedeutung. Die haben mir nämlich als Entschädigung zwei neue Paare Schokoguramis aus ihrer nächsten Großhändlerlieferung versprochen und zugesagt diese Tiere ohne Versandkosten per GO-Express zu liefern. Dazu erhalte ich noch kostenlos fünf Pianoschnecken, die ich auch schon reserviert hatte und die leider auch nicht da waren. Das nenne ich mal ein echtes Kundenservice-Upgrade. Wenn es einen Preis für die „freundlichste Aquaristik 2025“ gäbe, würde ich den heute glatt den Lampertheimern verleihen !

Und was den „falschen Frank Decker“ angeht: wenn du das hier liest – schäm dich ! So ein asoziales Verhalten zeugt von einem echt miesen Charakter. Mögen all Deine Wasserpflanzen einer Algenplage zum Opfer fallen.

Auf ein spannendes Jahr voller Fischabenteuer.

der echte Frank

Dienstag, 2. Juli 2024

Und wieder Filterfische

Ich habe mal wieder Fische aus dem Filterbecken unter dem Pott abgefischt. Ein Rotkopfsalmler, ein adulter Sterbai Panzerwels und drei kleine Sterbais. Wie schaffen die Geschuppten das nur immer wieder sich in den Filterschacht zu stürzen ? Bei den Minis vermute ich ja, dass sie gar nicht selbst dort rein schwimmen, sondern als Eier einfach reingespült werden. Aber bei den adulten Fischen ... keine Ahnung.

Weil im Filterbecken die Matten nicht press aufeinander sitzen, sondern sich zwischen jeder Matte eine Lücke befindet damit sich dort Mulm absetzen kann, bieten diese Zwischenräumen den Flüchtlingen ausreichend Platz um meinen Fangzügen mit dem Kescher auszuweichen.

Eine sehr nervige Angelegenheit, sie dort rauszufangen. Ich wette, dass sich aktuell noch weitere Minipanzerwelse im Kellergeschoss vom Pott befinden, nur komme ich einfach nicht ran. Und da ich immer noch eine Fußorthese tragen muss, macht das die ganze Sache nicht gerade einfacher 😒.

Hier noch ein Bild der Ausbrecherbande. 

 

abgefischt

Gruß Frank

Sonntag, 30. Juni 2024

Kielbauchbärblinge

Ein neuer, alter Bekannter hat seinen Platz im Zoozimmer gefunden – Chela dadyburjori, der Kielbauchbärbling. Vor fast 15 Jahren habe ich diese faszinierenden Fische bereits gepflegt und nun schwimmt wieder ein Dutzend von ihnen in ihrer neuen Heimat, dem Brummer. Für diese schnellen und kleinen Bärblinge ist der Brummer geradezu perfekt, mit seinen 170 cm Länge bietet er genug Platz zum auszutoben.

 

Dadyburjori 1

Die Dadyburjori sind zwar keine Farbexplosionen, aber mit ihrem schwarzen Längsstrich, umrahmt von einem dezenten Orange, auch keineswegs unauffällig. Besonders hervorzuheben ist die ungewöhnliche Anordnung ihrer Brustflossen, die wie bei einem Beilbauchsalmler fast ganz oben sitzen.

 

Dadyburjori 2

 

In Kombination mit dem spitz zulaufenden Maul wirkt das unglaublich dynamisch. Leider konnte ich nur ein Dutzend dieser Tiere erwerben, aber vielleicht gelingt es mir (wenn ich wieder mobil bin), ein weiteres Dutzend zu kaufen.


Gruß Frank

Donnerstag, 27. Juni 2024

Leuchtaugenfische im Zoozimmer und Fortschritt Gartenteich

Ich habe mal wieder die Kamera ausgepackt und ein paar Bilder gemacht. Das gibt mir die Gelegenheit zwei besonders attraktive und langjährige Bewohner der heimischen Zoozimmer Fischwelt zu zeigen: Brevibora dorsiocellata und Aplocheilichthys normani.  Beide Arten find ich wunderschön !

 

Aplocheilichthys normani 2

 

Aplocheilichthys normani 2


Dazu muss man nicht mehr schreiben, sondern einfach die Bilder von ihnen wirken lassen - tolle Fische ! Leider lassen sich die Brevibora dorsiocellata nur ungern fotografieren und schwimmen dazu noch in einem dunkleren Becken als die Aplocheilichthys normani. Man möge mir meine Unzulänglichkeit beim ablichten von ihnen deshalb nachsehen. 

 

Brevibora dorsiocellata 1


Brevibora dorsiocellata 2

Der Gartenteich macht Fortschritte - heute wurde die Folie eingezogen, am Montag wird der Bachlauf modelliert - stay tuned. 

 

 

Folie eingezogen

Frank




Samstag, 18. Mai 2024

endlich erwischt

Mein Honiggurami Mann macht beständig einen auf Macho, bekommt es aber nicht hin ein ordentliches Schaumnest für potenziellen Honigguraminachwuchs zu bauen. Warten wir mal ab. 


Honiggurami Männchen - Colisa chuna

 
Machogehabe vor dem Weibchen - Colisa chuna

Dafür hab ich es endlich geschafft den kleinen Mosaikfadenfisch fotografisch zu erwischen und kann hier, wie angekündigt, ein halbwegs passables Bild vorzeigen. Ist schon ein ziemlich großes Kerlchen geworden, der Kleine. Kein Wunder, haben doch unsere lieben Nachbarn ordentlich gefüttert, als wir für eine Woche im Urlaub waren


junger Mosaikfadenfisch - Trichogaster leeri  


Mosaikfadenfisch , die Mama - Trichogaster leeri

 

Beim froschigen Nachwuchs ist das mit dem Bilder machen gar nicht schwer. Den Jungs einen Schwung Springschwänze vor die Tür werfen und schon ist die Bande da und zwar in allen Größen 😀. Quappis schwimmen bei den Ancon Hill auch schon wieder. 


Ancon Hill - klein und groß


Ancon Hill


Springschwänze - yami, yami :-)

Ich wünsche Euch da Draußen ein frohes Pfingsten und ich wünsche uns hier in Rheinland-Pfalz sowie den Nachbarn im Saarland, dass bald die Pegelstände sinken. 


Gruß Frank

Sonntag, 28. April 2024

Nachwuchs Mosaikfadenfische und Literatur

Es gibt mal wieder was Neues im Zoozimmer: eine Zoozimmerwelterstnachzucht ! Na ja, fast eine Zoozimmerwelterstnachzucht, denn ich hatte schon mal Larven vom Mosaikfadenfisch Frank, der leider viel zu schnell verstorben ist.

Deshalb wurden aus der Zoobox noch mal zwei Männchen mit in die Westpfalz genommen und diese mit den beiden alteingesessenen Mädels auf zwei Becken in den Blöcken verteilt. Damit befinden sich im Brummer momentan gar keine Mosaikfadenfische mehr.

Und schwupps - gestern Abend hab ich die ersten zwei kleinen Fische in einem Becken entdeckt, die das Larvenstadium, das der Nachwuchs von Frank nicht überschreiten konnte, schon geschätzt mindestens eine bis zwei Wochen hinter sich haben. Yes !

Schauen wir mal, wie das ausgeht. Mosaikfadenfische find ich jedenfalls wunderschön - allerdings sind die Männchen auch brutalst aggressiv, wenn es darum geht die Weibchen in Laichstimmung zu bringen. Die letzten vier Kalochroma, die sich das Aquarium mit dem Mosaikfadenfisch teilen, haben momentan ebenfalls nichts zu Lachen.

Ich würde Euch hier ja gern ein Bild der bislang zwei entdeckten Minifische zeigen, allerdings kriege ich sie nicht aufs Bild gebannt, so schnell sind die (oder so langsam bin ich mit dem Focus 😊), so verkrautet ist das Becken und so stark sind die Spiegelungen aus dem gegenüberliegenden Elysium. Ich beschränke mich deshalb auf ein aktuelles Bild vom Becken.

 

 

Kalochromabecker

 

Zusätzlich noch ein Blick auf den Nachttisch. Gestern konnte ich die 'Globalgeschichte der Frühen Neuzeit - Der grosse Aufbruch' beenden. Ein tolles Buch, auch wenn es doch fast zwei Monate gebraucht hat, bis ich mich durchgefräst hatte. Wenn man sich - wie in meinem Fall - ein Leben lang für Geschichte interessiert, dann ist es faszinierend zu erfahren, was es außerhalb des eurozentristischen Blickes noch so alles zu erfahren gibt. Und dafür sind sogar die 1000 Seiten, die der emeritierte Saarbrücker Professor Wolfgang Behringer hier sehr eloquent zu Papier gebracht hat, noch viel zu knapp ausgefallen. Was diese Seiten auf jeden Fall sehr eindringlich zeigen, schreibt der Autor in seinem Schlusssatz 

" ... Laut Cicero ist die Geschichte eine Lehrmeisterin des Lebens. Sie ist es nicht in dem Sinn, dass man etwas kopieren könnte. Aber ohne Kenntnis der Frühen Neuzeit kann man die heutige Welt nicht verstehen. Frühneuzeitliche Globalgeschichte ist eine Quelle der Selbsterkenntnis ....".

Stimmt 100 %.


Der grosse Aufbruch
 

Literarisch stürze ich mich nun in ein kleines Abenteuer. Wobei 1320 Seiten alles andere als eine kleine Angelegenheit werden - ich freu mich schon sehr auf die 'Reise in den Westen', einen klassischen Roman aus China, entstanden zur Zeit des 16. Jh. während der Ming-Dynastie. 

Der gehört zum Kanon der vier klassischen Romane der chinesischen Literatur und wurde von Eva Lüdi Kong neu übersetzt und kommentiert , die dafür 2017 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde.

Frank


 

 

Mittwoch, 3. Januar 2024

Mosaikfadenfisch, Ancon Hill und Cryptocoryne purpurea

Was gibt es Neues im Zoozimmer ? Eigentlich nichts ausser, dass ich die Zeit zwischen den Tagen für einen Großputz genutzt habe (Wasserwechsel, Pflanzen nachsetzen, Scheiben putzen etc.) und noch mal einen Mosaikfadenfischmann erwerben konnte, den ich jetzt aber bewusst nicht mehr Frank oder Frank II. nennen möchte. 

Damit ihn nicht dasselbe Schicksal wie Frank ereilt, habe ich prophylaktisch zu seinem Schutz im Brummer eine Behandlung mit Hexamita durchgeführt. Es ist nämlich davon auszugehen, dass das erste Männchen an der Lochkrankheit gestorben ist. 

Neben dem froschigen Nachwuchs im Elysium geben sich aktuell auch die Ancon Hill Auraten Mühe und haben gestern ein Gelege gezeitigt. Mal sehen, ob es damit was wird. Schon in 2023 wurden hier zwei kleine Frösche nachgezogen

 

Ancon Hill Gelege

 

Und dann möchte ich noch auf einen sehr schönen, gestreiften Wasserkelch ausserhalb des Zoozimmers hinweisen - eine Cryptocoryne purpurea, die zentral im Punsuke wächst ... ist die nicht ein echter Hingucker ? 

 

Cryptocoryne purpurea


Gruß Frank



Samstag, 2. Dezember 2023

Nachtrag

Zum gestrigen Posting wollte ich noch drei Bilder als Nachtrag zeigen. Zum einen die schönste Pflanze im Punsuke: eine zentral gepflanzte Bucephalandra kedagang. Die beiden Bilder illustrieren auch ein Problem im Becken. Hier gibt es Süßwasser Hydren, wie man an den rechten Blättern der Kedagan im Vorder- und Hintergrund erkennen kann. 


Bucephalandra kedagang 1

 

Bucephalandra kedagang 2

Zum anderen noch ein neues Bild vom Amapa Nachwuchs, den ich diesmal mit meinem Makroobjektiv erwischen konnte. Der Kleine hat schon richtig Speck auf seinen Gräten 😀.

 

Amapa Nachwuchs
 

Ich wünsche Euch morgen einen schönen 1. Advent

Frank

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