Samstag, 12. September 2026

Mesonautas ziehen aus, asiatische Taskforce zieht ein

Liebe Zoozimmer-Community, 

ich habe es getan. Ich habe die Mesonauta egregius abgegeben und dafür den auf knapp 15 Tieren zusammengeschrumpften Schwarm an Rotkopfsalmlern auf stolze 110 Tiere wieder aufgestockt. Danke an mein Stammgeschäft Aquaristik Partner, dass ihr meine drei Paare aufgenommen habt. 

Es ist mir nicht leichtgefallen, die Mesonauta abzugeben, denn auch wenn sie sich an den Salmlern vergriffen haben, so hatten sie doch gewisse Persönlichkeiten entwickelt. Wenn es z.B. ans futtern ging war es ihnen egal, ob der Finger des Pflegers sie mal spaßeshalber wegzuschupsen versuchte - das hat sie null beeindruckt. 

Ich war deshalb schon versucht, ihnen Namen zu geben. Den Weibchen gemäß dem Alphabet die Namen Alexandra, Birgit und Celine. Die ABC-Girls. Bei den Jungs wäre ich nicht so kreativ gewesen, da fiel mir nur der Name Sebastian ein. Sebastian 1, Sebastian 2 und Sebastian 3. 

Vor allem bei Fisch-Alexandra war ich immer wieder verblüfft wie sie die Welt um sich herum komplett vergessen hat, wenn ich mit der Fischfutterdose vorm Aquarium aufgetaucht bin.

 

meine Mesonauta im Händlerbecken


Zum Glück hab ich keine Namenstaufe durchgeführt, denn dann wär mir der Abschied heute noch schwerer gefallen wenn ich wüsste, dass Alexandra, Birgit und Celine sowie die drei Sebastians nun in einem Zoogeschäft abhängen. Dieses Lied für Euch

Warum habe ich es jetzt trotzdem getan ? Weil ich insbesondere bei der futterverrückten Alexandra und den drei Sebastians mich nicht mehr getraut habe, kleinere Fische einzusetzen und weil ich genau das jetzt tun musste, da der Pinselalgenbewuchs im Pott mit dem Einbau der neuen Beleuchtung rasant angestiegen ist. Deshalb habe ich neben den Rotkopfsalmlern auch noch gleich zehn Pinselalgenfresser Crossocheilus reticulatus mitgebracht, die hier Abhilfe schaffen sollen. Dass diese Jungs Pinselalgen zum Fressen gern haben, konnten sie schon im Brummer eindrucksvoll unter Beweis stellen. 

Ich habe mit ihrem Erwerb sogar gegen meinen bisher eisernen Grundsatz "Nur Fische aus derselben Region werden zusammengehalten "verstoßen, denn der Pott war bislang als reines Südamerikabecken konzipiert. Die Crossocheilus sind jedoch eine asiatische Taskforce und stammen aus Thailand, Laos oder Kambodscha.

Nun gut. Südamerika trifft Südostasien. Ab heute also Multikulti im Zoozimmer ! Auf zu neuen Ufern in meinem Flagschiff, dem Pott. 

Frank 

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