Samstag, 28. Februar 2026

Begonia darthvaderiana – die dunkle Seite, aber pflegeleichter

Bei meiner neuen Begonie handelt es sich um eine Hybride aus der legendären Begonia darthvaderiana aus Sarawak und einer bislang unbekannten zweiten Art aus der Sektion Petermannia. Ganz genau weiß das niemand. Ihre genaue Abstammung liegt im Nebel der botanischen Geschichte verborgen. Fest steht jedoch: als das Original erst 2014 in den Nebeln der Regenwälder Borneos entdeckt und als Begonia darthvaderiana beschrieben wurde, war die Begeisterung groß.

Dunkle, samtige Blätter, ein Name mit maximaler Autorität und eine Erscheinung, die sofort klar machte: das ist keine gewöhnliche Begonie und zwar in jeder Hinsicht. Denn es stellte sich schnell heraus, dass sich das Original in Kultur ungefähr so nachsichtig verhält wie Darth Vader auf Ausreden - mit Null Toleranz. 

 

Begonia darthvaderiana 1

 

Deshalb begann man zu kreuzen und zu hoffen, dass am Ende etwas entsteht, das nicht bei jeder kleinen Störung zur dunklen Seite wechselt.

Meine Begonie ist nun das Ergebnis eines solchen Versuchs. Optisch steht sie der echten darthvaderiana jedoch erstaunlich nahe. Der Unterschied: ein etwas breiterer heller Blattrand und zufällig verteilte grüne Punkte – als hätte der Imperator persönlich ein paar zusätzliche Sternensysteme in die Galaxiekarte eingezeichnet. Das ist auch der Grund, warum die Kreuzung als Begonia darthvaderiana „Green Spots“ verkauft wird, streng genommen handelt es sich jedoch nicht um die reine Art. Man könnte deshalb sagen: offiziell imperiale Optik, technisch gesehen eine Allianzlösung.

 

Begonia darthvaderiana 2

 

Jetzt zur guten Nachricht: Sie ist deutlich robuster als das Original und verlangt im Gegensatz zur echten Begonia darthvaderiana keine permanente Überwachung durch einen Jedi-Meister (der ich in Sachen Pflanzenpflege definitiv auch nicht nur ansatzweise bin 😀). 

Die weniger gute Nachricht: Wohnzimmerpflanze wird sie trotzdem nicht. Ein Greenhouse oder Terrarium bleibt weiterhin Pflichtprogramm. Im Zoozimmer wird sie deshalb in das Greenhouse einziehen. 

Übrigens: laut Literatur soll sie mit erstaunlich großen, rosafarbenen Blüten überraschen – ein unerwartet freundlicher Kontrast zu ihrem düsteren Blattwerk. Mal sehen, ob ich das mal hinbekomme. 

Kurz gesagt: dramatisches Aussehen, aber deutlich weniger Diva als das Original.

Gruß 

Frank 

Samstag, 14. Februar 2026

neues Antimilben Mittel

Frösche sind hinsichtlich ihrer Ernährung absolut kompromisslos: es kommt ausschließlich Lebendfutter auf den Tisch. Punkt.

Das - und nur das macht die Haltung von Fröschen aufwändig. Mein Hauptfutter für die Hüpfer sind Drosophilas, flugunfähige Fruchtfliegen. Ihre Bereitstellung erfordert einigen Aufwand. Klar, man könnte ein Abonement abschließen und sich regelmäßig Fliegen frei Haus liefern lassen. Ich bevorzuge jedoch die Zucht der Futtertiere.

Das ist eigentlich kein Hexenwerk: selbstgemachter Fliegenbrei, Einmachgläser und Holzwolle und schon steht das Drosophila-Startup, wenn es da nicht dieses Problem mit den Milben gäbe. 

 

Drosophila Zucht im Zoozimmer

 

Denn ein Milbenbefall kann einen Zuchtansatz binnen kürzester Zeit zerstören. Um das zu verhindern und die Ausbreitung der Milben einzudämmen habe ich in den vergangen Jahren schon einiges probiert. Mit mehr oder weniger Erfolg. Oder mit null Erfolg 😕. 

Nun konnte ich leider auf mein bewährtes Milbenspray (Superform Insekten-EX von der Firma Wilke), mit dem ich in den vergangenen Jahren die Zuchtgläser eingesprüht hatte, nicht mehr nutzen, die Produktion wurde wegen einer Novelle der Biozidverordnung vom Hersteller eingestellt .... grmpf ! 

Das neue Milbenspray, das ich ausprobiert habe ... nun ja, sagen wir es diplomatisch: die Milben waren wenig beeindruckt 😕.

Deshalb bin ich auf Kieselgur umgestiegen und habe alle Zuchtgläser in Blumenuntersetzer, die großzügig mit diesem superfeinen Pulver gefüllt wurden, gestellt. 


Einsatz von Kieselgur im Blumenuntersetzer 

 

Und siehe da, es funktioniert gut. Milben, die sich mutig aus dem Glas wagen, um das Nachbarglas zu überfallen, erleben im Kieselgur ihr persönliches Waterloo. Um die Gläser bilden sich dunkle Streifen mit verendeten Milben, die anzeigen, dass Kieselgur eine Bio-Barriere mit Endgegner-Qualitäten ist. Das Pulver schädigt nämlich ihr Exoskelett auf ganz natürliche Weise. Keine Chemiekeule, sondern fein gemahlene Erde, wie sie auch im Gartenbau verwendet wird ... oder eben jetzt bei mir in der Zucht von Drosophilas 😉.

 

dunkle Streifen im hellen Kieselgut - die Bio-Barriere

 

Wesentlich einfacher gestaltet sich da die Ernährung sonstiger Bewohner im Zoozimmer. Die Asseln werden mit Holzstückchen verwöhnt, die mit Flechten und Moosen überzogen sind – Feinschmecker eben. 

 

Feinschmecker

 

Und die neuen Garnelen bekommen ab und an mal einen Garnelensticks von Dennerle ... auf dass sie sich lustig weiter vermehren 😀.

 

Garnelen an Stick

 

Dazu dudelt aktuell Papaoutai. Für die Stimmung im Zoozimmer ist das Gold wert, auch wenn das Lied selbst einen ziemlich ernsten HIntergrund hat.

Gruß 

Frank 

 

 

 

 

  


Sonntag, 8. Februar 2026

Garneleninvasion

Aus dem schnellsten Nachwuchs überhaupt wurde die größte Invasion ever !

Hatte ich vergangene Woche noch stolz von sechs Minigarnelen berichtet, habe ich heute bei 50 aufgehört zu zählen. Bei fünfzig ! Und mehrere der Alttiere tragen erneut Eierpakete spazieren während die Jungtiere wachsen, als wäre serienmäßig ein Turbolader bei ihnen verbaut. Die Lupe vom vergangenen Wochenende konnte ich wieder einmotten.

HILFE !

Glaubt ihr nicht ? Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Becken: 

 

Invasion

 

Ich sehe mich also gezwungen, bei weiterem Nachwuchs die Garnelen auf zusätzliche Becken zu verteilen. Und irgendwann – ganz irgendwann – werden ins Iwagumi auch noch Fische einziehen. Spätestens dann dürfte diese garnelige Landnahme durch den Nachwuchs ein Ende finden.

Victory 😁. 

Frank 

 

 

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