Sonntag, 19. Juli 2026

Seerose

Sie blüht und ich war tatsächlich schnell genug mit der Kamera ! Die rote Seerose aus dem Gartenteich zeigt sich dieses Jahr von ihrer schönsten Seite. Hier zunächst ein Bild zur Mittagszeit – inklusive des mittlerweile berühmten „schwimmenden Schlamms“, der offenbar der Meinung ist, ebenfalls fotogen zu sein.

 

Seerose am Mittag

Und hier ein Foto von heute Morgen: Die Blüte noch fest verschlossen und der Schlamm wie vom Erdboden verschluckt. Er hält er sich streng an seine Nachtschicht und taucht pünktlich zum Feierabend ab. 


Seerose am Morgen

Die zweite Seerose im Teich scheint großer Toto-Fan zu sein: Hold the Line – bloß nicht blühen 😑. Sie verbringt inzwischen ihren dritten Sommer im Gartenteich und ist weiterhin maximal zurückhaltend, was das Zeigen von Blütenblätter angeht. Bereits zu Kübelzeiten war sie eher vom Typ „stilles Wasser“. 

Aber meine Geduld ist groß, der Gartenteich tief und die Hoffnung ungebrochen. Bis dahin bleibt sie die unangefochtene Meisterin des Nichtblühens

 

Gruß

Frank 

  

Montag, 13. Juli 2026

Krebsschere

Wir hatten (und haben) da mal ein kleines Problem am Gartenteich. Eine fiese Schlammschicht hat den gesamten Boden überzogen und schwimmt bei starker Sonneneinstrahlung zusätzlich noch frech an der Wasseroberfläche rum. Sieht ziemlich unschön aus.

Woher das kommt? Nährstoffeintrag schließe ich eigentlich aus (woher auch?). Eher die Sonneneinstrahlung, die den ganzen Tag reinbrezelt. 

 

Krebscheren als Schwimmpflanzen

 

Deshalb mein Masterplan: Schwimmpflanzen müssen her. Ich wollte Wassersalat (Pistia stratioteskaufen (den hatte ich vor einigen Jahren schon in den Kübeln erfolgreich vermehrt) und der ist so groß, dass er im Bedarfsfall bequem abgefischt werden kann. Aber da hat mir die EU einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vor drei Jahren konnte man das Zeug noch an jeder Strassenecke  erwerben - heute: Fehlanzeige. Eine Recherche bei Tante Google verriet mir was passiert war: Der Wassersalat steht mittlerweile auf der Liste der invasiven Arten und ist quasi illegale Schmuggelware. Grmpf… 

Ausserdem haben mir die Kollegen von unserer Storchenberingungsgruppe ordentlich ins Gewissen geredet.  

Invasive Art? Geht gar nicht, Frank! Nimm gefälligst was Einheimisches – die Krebsschere!“

Von der dümpeln nun seit vier Wochen neun Exemplare im Teich rum. Leider hat sich am Schlammproblem rein gar nichts geändert. Aber, die Krebsscheren sehen richtig gut aus ... und (Hauptsache) ich habe ein reines Gewissen - keine invasive Art ! 😀 

 

Krebsschere hinter Schlauchpflanze


nettes Aussehen

 

Krebsscheren haben neben ihrem netten Aussehen aber noch einen weiteren Vorteil: Wassersalat wäre nicht winterhart gewesen und ich hätte ihn irgendwie in den Aquarien überwintern müssen. Die Krebsschere hingegen soll im Winter ab- und im Frühjahr dann wieder auftauchen. Coole Sache. Ich bin gespannt, ob die im kommenden Frühling wirklich wieder hochkommen.

 

eingeworfen

Zu solchen U-Boot Aktionen passt doch diese Musik hervorragend.

Bleibt schlammfrei.

Gruß

Frank 

Sonntag, 5. Juli 2026

Nachwuchs

Es gab Nachwuchs. Eines meiner Mesonauta egregius Pärchen hatte sich in den vergangenen Tagen  etwas Abseits im Pott positioniert und vorbeischwimmende Fische mehr als sonst angepöbelt. Außerdem waren die beiden  in absoluter Prachtfärbung unterwegs. Jetzt weiß ich auch warum.

Als ich am Donnerstagabend ins Zoozimmer kam, hat mich fast der Schlag getroffen: Geschätzt über 200 Jungfische wurden fein säuberlich vom Elternpaar mitten durch den Pott eskortiert. Aus  Rumgestänkere war plötzlich knallharter Elternschutz geworden.


Mesonauta egregius Pärchen mit Jungfischen


Und als ich dann – zugegeben nicht meine hellste Idee – mal vorsichtig den Finger ins Becken gehalten habe, wäre im Pott beinahe der Dritte Weltkrieg ausgebrochen. Ich hatte kurz den Eindruck, die beiden wollten mich persönlich aus dem Aquarium entfernen.  Respekt vor so viel Courage !

 

Absicherung nach allen Seiten

 

Einerseits freut es mich ja, dass es den Mesonauta augenscheinlich so gut geht, dass sie sich vermehren ... anderseits war ich leicht panisch - was soll ich mit 200 Flaggenbuntbarschen anfangen ? Insbesondere vor diesem Hintergrund ! 

 

Mama Flaggenbuntbarsch mit Nachwuchs

 

Zum Glück (oder Pech – je nach Blickwinkel) hat sich das Problem ziemlich schnell von selbst erledigt. Bereits am Freitag war der Jungfischschwarm deutlich geschrumpft und heute, während ich diesen Beitrag schreibe, ist keiner mehr zu sehen. Vermutlich wurden die Kleinen von der Strömung verdriftet und sind anschließend vom Rest der Belegschaft verputzt worden. Das ist die Natur: hart, aber effektiv.

Klar, ich hätte die Jungfische herausfangen und separat aufziehen können. Aber ganz ehrlich: Perspektivisch möchte ich den Bestand eher abgeben als vervielfachen. Deshalb sorgt es bei mir gerade nicht unbedingt für Entspannung, wenn ich sehe, dass mein zweites Mesonauta-Pärchen auf der anderen Seite des Potts seit gestern mit Hingabe die große Wurzel putzt und dabei exakt dieselbe intensive Färbung zeigt wie ihre Kollegen ein paar Tage zuvor. 

Ich ahne Böses.

Falls jemand  an Mesonauta egregius Interesse haben sollte - bitte melden ! 

Gruß

Frank 

  

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